Dienstag, 25. Juli 2017

Fanny is not funny

Juhuu, ein Webwareetuikleid das eng anliegt und ohne Reissverschluss auskommt. So hab ich am Anfang gedacht, wie ich das neue Kleid "Fanny" von SO-Pattern gesehen habe.



Aber das man dafür einige Abnäher braucht und das dann doch mehr Zeit kostet und, finde ich zumindest, fast aufwändiger ist wie Reisverschluss einnähen, das hab ich zu dem Moment nicht bedacht. Also doch nicht so funny...



Beim Schnittmuster sind Ärmel mit dabei, es geht auch genauso ohne. Diese Variante wollte ich eigentlich nähen. Genauso wie ich den Originalausschnitt verwenden wollte.

Eigentlich. Den Originalauschnitt hab ich relativ schnell beerdigt, denn der war mir einfach zu tief.. Auch mit einem Shirt drunter. Er endete ca. 5 cm unter dem Brustansatz. Das hat mir einfach nicht gefallen.
Hier ein schnelles Handyfoto, das ich vor der Anpassung gemacht habe.



Also hab ich mir vorne einen Einsatz reingenäht. Der Ausschnitt ist immer noch relativ tief, so fühle ich mich aber auch ohne was drunter wohl.


Bei der ärmellosen Variante hat es länger gedauert, bis ich aufgegeben habe. Erst hab ich zweimal versucht, es, wie auch in der Anleitung angegeben, einfacheren Variante zu machen, dh 1 cm einschlagen.
Aber immer gab es irgendwo doofe Falten, hat einfach Mist ausgeschaut.

Dann hab ich es noch mit Schrägband probiert. War auch nichts. Das Weiss davon hat mir zum Stoffweiss nicht gefallen, und ordentlich ist es auch nicht geworden.


Also bin ich doch auf die Ärmel umgestiegen. Stoff hatte ich dafür noch ausreichend. Das ist ein Waxprint aus Ghana, den ich bei einem lokalen Verein gekauft habe, der dort eine Schule unterstützt und Leute bei ihren Besuchen vor Ort immer wieder mal Stoffe mitbringen.

Und beim Ärmel einnähen, da bin ich mir inzwischen schon sicher, dass ich sie zumindest einigermassen ordentlich reinbekomme.

Der Waxprint hat leichte erhobene Aufdrucke, die glänzend sind. Hat eine Zeit gedauert, bis ich draufgekommen bin, wie ich den am besten bügle, nämlich mit einem Küchentuch zwischen dem Bügeleisen und dem Stoff. Davor hatte ich schon was am Bügeleisen kleben. Der erste Versuch war, nur von der Rückseite zu bügeln, aber das geht halt schlecht an den Stellen, wo der Stoff umgeschlagen wird. Da hab ich nur noch Aussenseite.



Und ich hab schon länger nicht mehr Kleidung mit  innenliegenden Abnähern gemacht. Brust ja, aber die sind ja auch recht einfach. Die Rückenabnäher haben mich dann doch ganz schön Zeit gekostet. Gar nicht das nähen an sich, sondern das Übertragen auf den Stoff und das Abstecken.


Aber sie tragen schon wirklich zu einer guten Passform bei. Trotz meines Hohlkreuzes sitzt es hinten super.


Dadurch das die Seitennaht nach vorne versetzt ist, tragen die Taschen nicht so auf. Denn sie sitzen dann nicht direkt an der dicksten Stelle des Körpers.
Durch die versetzte Naht hat das Rückenteil eine ziemlich ungewohnte Schnittführung. Da fand ich das Versäubern mit der Overlock durch die ganz enge Kurve ziemlich schwierig (auf dem Foto schaut es gar nicht so eng aus), dh in dem Bereich hab ich es nicht hinbekommen und musste es mit der Nähmaschine und Zickzack machen. Hätte es eh fast geschafft mir das Stück mit dem Ovimesser abzusäbeln.



Folgende Änderungen hab ich vorgenommen (bei Gr. S):
- Zwischen Brust und Taille 3 cm verkürzt
- Länge um 8 cm verkürzt
- Ärmel um 8 cm verkürzt
- Zwei Schlitze statt einem
- Einsatz im Ausschnitt


Der weisse Bereich des Stoffes ist leicht durchsichtig - da muss ich dann immer genau auspassen, was ich drunter ziehe.

Und erst beim Fotos bearbeiten ist mir aufgefallen, dass ich es vorher besser nochmal gebügelt hätte; im Spiegel hab ich die Querfalten nicht wahrgenommen.


Auch wenn es aufwändig war, es kommt definitiv auf meine Wiederholungsliste - nur dass ich dann gleich einen kleineren Ausschnitt machen werde.

AWS 
RUMS

Donnerstag, 20. Juli 2017

Badeanzug Nr. 2, meine Streifenmuschel

Im Rahmen des Probenähens habe ich mir noch einen zweiten Badeanzug genäht, da das Schnittmuster Seashell von Anniway Design noch etwas geändert worden ist.

Der erste war dieser.


U.a. mit einem Punkt, der mir sehr wichtig war, die Armöffnung ist grösser geworden.

Ich hätte zwar noch genügend Stoff vom ersten übrig gehabt, wollte aber doch lieber einen anderen verarbeiten.
Eigentlich bräuchte man bei dem Schnittmuster mind.  90 cm,  da das Vorderteil mit angeschnittenen Einsatz so lange ist.


Die hatte ich aber nicht. Sondern nur 50 cm. Diese dafür aber aus einem deutlich schwereren Stoff wie dem ersten.

Und da hab ich doch glatt wirklich alle Teile rausbekommen in dem ich es einfach quer genommen habe. Denn meine Stretchprobe ergab: Längen und Breitenstretch sind gleich.


Das einzigste, was nicht komplett ging, war das mittlere Volant. Das hab ich in der Mitte stückeln müssen.

Bei Badeanzügen mag ich den tiefen Rückenauschnitt lieber. Deswegen habe ich den im Gegensatz zum ersten um 7 cm weiter vertieft. Das könnte für mich sogar noch etwas weiter ausgeschnitten sein. Vielleicht gibt es ja noch einen dritten...


Um etwas Akzent zu haben, habe ich die zwei Seitenteile so schräg wie es halt von der Stoffmenge her ging, genommen.


Einzigster Wehmutstropfen bei diesem Badeanzug: Mein bestellter Badegummi ist nicht rechtzeitig gekommen. Denn dieser ist ja wirklich Chlorwasser beständig.
Da es beim Probenähen immer eine Deadline gibt, musste ich normalen Gummi verarbeiten. Jetzt hoff ich einfach, dass der möglichst lange durchhält.
Denn so viel Zickzack und dann noch die Overlocknaht auftrennen, nein danke. So weit geht meine Liebe dann doch nicht.



Wer das Schnittmuster gerne haben möchte, der findet es kostenlos auf der Seite von Anniway Design und zwar hier.

RUMS

Mittwoch, 12. Juli 2017

Mein erster Badeanzug - Seashell

Bis jetzt habe ich um Bademodennähen einen grossen Bogen gemacht.

Bis Anna von Anniway Schnittmuster zum Probenähen für ihren Badeanzug Seashell aufgerufen hat.
Und das Volant vorne, das war das, was mich besonders angesprochen hat.



Das peppt den an sich schlichten Badeanzug richtig auf.

Also beworben und ich war dabei.

Der Stoff, den ich hier verwendet habe, ist ein ganz dünner Badelycra. Den hab ich mal auf einem Flohmarkt gekauft.

Der Badeanzug besteht ausser dem Volant aus 4 Teilen, Vorder, Rückenteil und zwei Seitenstreifen.
Bei denen kann man auch gut mit Kontrastfarben spielen (was ich jetzt nicht gemacht habe).



Rückblickend hätte ich den Badeanzug besser füttern sollen. Denn dünn wird auch schnell durchsichtig.
Dafür näh ich ja auch, damit ich weiss, was ich beim nächsten Mal anders oder besser machen kann....

Der Badeanzug kommt mit zwei Rückenauschnitten; das was ihr hier seht, ist die tiefere Variante.



Ich mag es am Rücken gerne freier - das zweite Exemplar, das ich mir genäht habe, das hab ich mir dann noch deutlich weiter ausgeschnitten. Das zeig ich im nächsten Post her.

Was mich dann doch erstaunt hat, wie gut sich der Stoff hat vernähen lassen. Dünn und flutschig, das ist oft eine ganz unangenehme Kombination. Das war hier überhaupt nicht der Fall. Wegen dem Stoff hab ich mich kein einziges Mal ärgern müssen.


Mein Anzug ist in Gr. 36 genäht; da ich einen eher kurzen Oberkörper habe, habe ich im oberen Teil 1,5 cm rausgenommen.
Im Schnittmuster ist die Kürzungs,- /  Verlängerungslinie eingezeichnet und auch genau erklärt, wie man sich dafür vermisst und welche Längen zu den jeweiligen Größen gehören.
Das gleiche gilt auch, wenn man im Bereich unterhalb der Taille mehr oder weniger benötigt.
Da waren bei mir keine Anpassungen notwendig.


Und wisst ihr, was ganz besonders toll an diesem Schnittmuster ist ?
Es ist ein Freebook. Wenn ihr euch auf der Seite von Anna, Anniway Schnittmuster, für den Newsletter registriert, dann erhaltet ihr es automatisch zugeschickt.
Das ganze findet ihr hier: Badeanzug Seashell.



AWS
RUMS

Donnerstag, 6. Juli 2017

Tunturi das dritte

Im Rahmen vom Probenähen für Tunturivon Näähglück sind bei mir ingesamt drei Shirts entstanden.

Heute zeig ich euch das zweite. Das ist mein Favorit unter den dreien. Das ist nach der vorletzten Fassung genäht, die sich aber nur noch minimal von den endgültigen enscheidet.
Hier ist das erste.
Und da das dritte.

 
Auch wieder in der Variante mit ¾ Ärmeln.


Der vordere Stoff ist von Alles für Selbermacher. Da gab es im Frühjahr die Aktion, wer über x Euro bestellt, erhält 50 cm Überraschungsstoff dazu. Und das ist dieser hier.

Ich musste ihn vorne stückeln, da ich zuerst mein Kopftuch draus genäht hatte und so nicht viel Stoff übrig war.

Der graue Stoff ist ein super weicher angenehmer und undehnbarer Trigema Jersey.


Und jetzt schau ich zu RUMS .



Mittwoch, 5. Juli 2017

Life is like riding a biycle - Plotter Freebie

Eigentlich wollte ich heute ganz was anderes zeigen, nämlich die zweite Hose, die ich mir nach dem Schnitt "Flotte Beinfreiheit" genäht hatte.
Das war die erste.

Auf dem Weg raus in den Garten um die Fotos zu machen sagt mein Grosser "Mama, du hast hinten ein Loch in der Hose".
Hinten war die Naht auf ca. 15 cm komplett aufgerissen. Und der Stoff schon total ausgefranzt. Und zwar so, dass es nicht mehr zum Retten war. Da hätt ich so viel wegschmeissen müssen, dass es nicht mehr gepasst hätte.
Ich hatte eine "Washable Silk" verwendet, irgendeine Polyesterart, die sich wie Seide anfühlt. Der hatte schon beim Zuschneiden fürchertlich geflust.
Und offensichtlich ist der Stoff an den Nähten nicht für stärkere Belastung gemacht. Dreimal hatte ich sie an und nun ist sie auf dem Weg in den Altkleidercontainer.
Fotos hab ich nun keine.

Dafür ist mir eingefallen, dass ich schon lange mal dieses Shirt zeigen wollte, es aber immer wieder vergessen habe.


Ich kann mich gar nicht mehr genau erinnern, welchen Schnitt ich verwendet habe, ich vermute mal es ist "Valerie".

Denn das wichtige an dem Shirt sind die Plots.



Das auf der Vorderseite ist ein Freebie von TagfürIdeen: "if nothing goes right, go left". Das gibt es hier.



Auf der Rückseite gibt es einen Spruch von Albert Einstein zu sehen: "Life is like riding a bicycle. To keep your balance you must keep moving".


"Das Leben ist wie Fahrradfahren. Um die Balance zu halten, muss man sich fortbewegen.".


 Und wer diese Datei auch gerne haben möchte, der bekommt sie unter diesem Link:
Life is like riding a bicycle 

Die Datei ist nur für den Privatgebrauch.Wenn ihr sie verwendet, freue ich mich über einen Kommentar bzw einen Link auf meine Seite.

 
Die Fotos sind z.T. letztes Jahr im August in der Nähe der Straubinger Hütte entstanden und die mit dem strahlenden Sonnenschein dieses Jahr im Mai auf dem Wendelstein.  Diesmal eher Urlaubsfotos als "Präsentationsfotos".

Damit marschiere ich nun beim MMM auf. Denn der ist heute das letzte Mal vor der Sommerpause und da möchte ich unbedingt dabei sein. Und zumindest wo die Fotos gemacht wurden hatte ich meinen Koffer gepackt.
AWSRUMS