Donnerstag, 17. August 2017

Ein Hot Summer - zumindest in Bayern trifft es zu

Monika Mader aka Schneidermeistern hat anlässlich des Sommers ein tolles Freebie spendiert, das Hot Summer. Ich hab es mir gleich runtergeladen, wie ich ihr schönes Beispiel gesehen habe.


Mir ist sofort ein Stoff in den Sinn gekommen, den ich dafür verwenden möchte. Wie so oft, einer der noch nicht so lange im Regal schlummert. Ich hab ihn im örtlichen Stoffgeschäft erstanden. Es ist eine schwerere Viskose, die sich sehr gut hat vernähen lassen.


Genäht ist es in Gr. 38.

Mit den Änderungen, dass ich zwischen Hüfte und Taille 1,5 cm rausgenommen habe und zwischen Hüfte und Saum 5 cm.
Hätte dann sogar noch etwas mehr sein können. Ebenso hab ich den Schlitz an der Seite um 5 cm verlängert.
 

In einem der ersten Posts (weiss leider nicht mehr wo) hab ich die Variante mit dem faulen französischen Saum gesehen, dh es im Bruch zuschneiden, etwas zugeben und dann die zugegebene Menge abnähen.

In dem Beispiel wurde es auch noch links und rechts der Naht abgesteppt, das hab ich bleibenlassen, da meine Zugabe sehr schmal war und ich sie nicht gleichmässig auseinander gebügelt bekommen habe.

Die Verarbeitung mit dem Schrägband finde ich immer etwas aufwändiger - schaut aber auch richtig gut aus, wenn man den Saum so sieht. Ganz klar war es mir mit der Anleitung nicht wie es hier gedacht ist, ich habe es dann nach der von Zugeknöpft gemacht. Die vorgegebene Breite mit 3,5 cm kommt da gut hin, so dass ich nichts abschneiden musste.


Es ist ein richtig luftiges Sommerkleid geworden - und zumindest  in Bayern hatten wir schon viele heisse Tage. Da kann man das richtig gut gebrauchen. Und davon habe ich auch schon Gebrauch gemacht.


RUMS


Mittwoch, 16. August 2017

Tunturi - nun auch für Kinder

Meine Tunturis gehören eindeutig zu meinen Lieblingsshirts. Die hab ich sehr oft an.



Und weil es nicht nur mir so geht, hat Sophie Kääriäinen aka Näähglück ihn nun auch als Kinderschnitt Tunturi herausgebracht. Genauso wie das grosse mit hinten überschnittenen Raglan.



Diesen gibt es mit den gibt es sogar in zwei Weiten, einmal normal und einmal für schlanke Kinder.


Meine fallen gehören zur Sorte: "Warum geht die Hose nicht noch enger, die rutscht".


Also habe ich für die die schmale Variante genäht.


Die Ärmel sind bei beiden 3/4 lang. Im Schnitt gibt es kurz, 3/4 und langarm.



Hier habe ich die Größe 128 genäht.



Und mein grosser trägt hier Größe 146.



Was mich ganz besonders freut: Mein Kleiner hat es auf die Titelseite vom tollen Lookbook geschafft.



Bei beiden sind die Spinner noch voll angesagt. Wie ich das Freebie von Zauberstein Zappelkids gesehen habe, da war mir klar, dass muss auf die Shirts mit drauf. Das Freebie gibt es hier.
Das hat in der Schule zahlreiches Nachfragen ausgelöst, wo es denn das tolle T-Shirt denn gäbe....



Der hellblaue Stoff ist ein "normaler " Trigema Putzlappen, sehr weich aber leider auch so gut wie gar nicht dehnbar. Und der grüne ist ein Trigema Piqué Putzlappen, wo die linke Seite aussen ist.
Die Nummer hinten war schon drauf, das fand ich ganz witzig, da ich es mittig plazieren konnte, deswegen hab ich diesen Teil mit verarbeitet und nicht wie sonst rausgeschnitten.



Was ich mit so schön an diesem Schnitt finde: Man braucht nur vier Nähte und schon ist das Shirt fertig (wenn man mal vom Säumen und Bündchen am Hals absieht).


Tunturi für Kinder gibt es noch bis zum 20.08.17 zum Einführungspreis von 3,99 Euro !


Mittwoch, 9. August 2017

Meine erste "Strickjacke"

Mit mein liebstes Kleidungsstück in der kalten Jahreszeit sind Strickjacken.
One of my favourite pieces in the cold time of the year are cardigans. 



Wobei für mich Strickjacke alles ist, was nicht direkt einer Sweatjacke entspricht, dh sehr sportlich aussieht.
Eben auch aus Stoffen und nicht wie der Name sagt, gestrickt.
I declare as cardigan everything which is not a pure zip sweat jacket, means quite sporty.
Not only knitted but also made out of fabric.


Genäht hatte ich mir noch keine; das hat sich nun geändert.  Ilikedressme (Instagram account), die Designerin Lisbeth Soeterbroek aus den Niederlanden hat ein Schnittmuster herausgebracht, das sich ganz einfach "Cardigan", eben Strickjacke nennt. Ihr Schwerpunkt liegt auf farbenfrohen Upcycling Kleidern, die auf ihrem Etsyaccount erhältlich sind.
Havn't sewn one yet; this has changed now. Ilikedressme (instagram account), designer Lisbeth Soerterbroek from the Netherlands has released a pattern which is simply called "cardigan". Her focus is on upcycling dresses which are available at her etsy shop.


Dieses Schnittmuster habe ich getestet.
I have tested this pattern.


Es näht sich einfach; das aufwändigste sind die Knopflöcher. Wenn man denn welche macht. Ich hab mich für Kamsnaps entschieden, da ich mal wieder zu faul war. War aber keine so gut Idee. Nach dem ersten Tragen musste ich bereits den ersten ersetzen. Bin nun gespannt, wie lange die wohl halten werden.
It is easy to sew, the most effort take the button holes. If you make them. I choose to use Kamsnaps as i was to lazy. Once more. Wasnt the best idea. Already after the first wearing i had to replace one. I am courious how long they will hold.


Eigentlich gehören zu der Jacke auch zwei aufgesetzte Taschen überhalb des grossen Bündchens. Wenn man denn drandenkt. Ich hatte die Jacke fertig und mir erst dann nochmal das Beispielbild angeschaut. Da fiel es mir auf.
Offensichtlich hatte ich das auch schon beim Zuschneiden übersehen, denn entsprechende Teile hab ich nicht gefunden.
Also blieb sie ohne Taschen.
Actual two pockets should be placed on the jacket. If you remember to put them there. The jacket was finished and only after that i had again a look on the example picture. Only then i noticed it. Clearly i have already overseen it in the cutting process as i couldnt find the pieces.
So it stayed without pockets. 


Die Ärmel sind mir etwas kurz geraten. Das liegt aber nicht am Schnittmuster sondern an mir. Ich hatte gesehen, dass die Ärmel recht lang ausfallen. Und ich bin nicht lang. Hab mir dann einfach das Teil für den Ärmel an die Schulter gehalten und auf gut dünken abgeschnitten. So halt wie ich gemeint habe, dass es dann mit dem Bündchen unten bis sicher ans Handgelenk gehen wird. Mein Augenmaß ist eindeutig verbesserungswürdig, bzw sollte ich das nächste Mal besser aufs Massband zurückgreifen.
The sleeves are a little bit short. That is not due to the pattern but due to my doings. I have noticed that the sleeves are quite long. And i am not tall. So i just did hold the pattern piece of the sleeve on my shoulder and just did cut it by the eye. I thought that it would be long enough together with the wristbands to reach until the wrists. My sense of proportion definitly needs some enhancement or better, the next time i should use the measuring tape.



Das waren die einzigsten Änderungen die ich gemacht habe. Der Rest ist Original. Größe 38.
The sleeves were the only changes i made. The rest is orignal. Size is 38.



Mein verwendeter Stoff ist ein Putzlappen von Trigema. Das Bündchen, keine Ahnung, liegt schon zu lange bei mir im Schrank.
The fabric i used is a scrap fabric from trigema. For the wristbands i dont know, its been too long in my storage.


Die dunklen Flecken am Ärmel kommen von Regentropfen.
The dark spots on the sleeves are from raindrops. 

AWS
RUMS

Mittwoch, 2. August 2017

Julika als Zweiteiler

Jumpsuits schaue ich höchstens an, tragen mag ich sie gar nicht. Mir gefällt einfach nicht, wenn ich mich komplett oben frei machen muss, wenn ich mal auf dem Örtchen verschwinde.


Zum einen wegen Frierens (ok, das trifft bei dem Outfit eher nicht zu, ist ja für heisse Tage) und zum anderen, dass die Kleidung möglicherweise so weit runterrutscht, dass sie am Boden landet.


Das Schnittmuster Julika hab ich mir gekauft, weil es eben die Möglichkeit hat, den Jumpsuit auch als Zweiteiler zu nähen.
Besonders gefällt mir die Hose mit den drei Falten vorne (auch wenn sie bei diesem Stoff nur schwer erkennbar sind).


Die Hose ist um 10 cm gegenüber der angegebenen kurzen Länge verlängert. So ganz kurz laufe ich höchstens zu Hause oder beim Sport rum. Und im dem Fall möchte ich es auch unter Leuten tragen.


Die Ausschnitte werden mit Schrägstreifen versäubert. Ich habe sie anscheinend v.a. am Hals nicht ausreichend gedehnt. Der steht nun etwas auf. Stört mich aber bei diesem Shirt nicht (und ich war zu faul, alles nochmal aufzutrennen. Wäre ja Overlocknaht + "Befestigungsstich" gewesen.


Rückblickend hätte ich auch einen Gummi in den Bund einarbeiten sollen. Ich habe zuerst gedacht, dass er ausreichend straff ist, aber er weitet sich nach etwas Tragezeit. Wenigstens hab ich von Anfang an die Kordel gedacht. Leider sind meine Ösen etwas klein (5 mm), so dass die Wahl der Kordeln ziemlich eingeschränkt ist.

Falls jemand einen Tip für Kordeln hat gerne, denn da hab ich mich schwer getan welche zu finden. Die aktuelle ist eigentlich ein Geschenkband; eine Schnur mit Schafwolle ummantelt. Nur suboptimal. Ansonsten hab ich auch schon Schuhbänder verwendet, die find ich aber auch nicht so toll.


Unten am Shirt habe ich auch den schwarzen Stoff vernäht. So fällt es nicht so auf, dass es ein Zweiteiler ist (ausser die Kordel schaut raus).


Auf jeden Fall ist meine Julika hervorragend geeignet für das aktuelle bayerische Wetter. Heiss bis zum geht nicht mehr. Meinetwegen könnten es 8 -10 °C weniger sein.


Vernäht habe ich den Stoff Sonturia von Raxn. Den schwarzen gibt es sogar noch bei Alles für Selbermacher.

Was man nun auf keinem einzigen Foto sieht: In der Passe oben ist entweder ein Schlitz oder eine Überlappung vorgesehen um den Einstieg zu ermöglichen. Das hab ich beides weggelassen und sie im Bruch zugeschnitten.


Meine Julika entstand in Gr. 36.


AWS, Selbermachen macht glücklich,
Ich näh Bio 
RUMS

Dienstag, 25. Juli 2017

Fanny is not funny

Juhuu, ein Webwareetuikleid das eng anliegt und ohne Reissverschluss auskommt. So hab ich am Anfang gedacht, wie ich das neue Kleid "Fanny" von SO-Pattern gesehen habe.



Aber das man dafür einige Abnäher braucht und das dann doch mehr Zeit kostet und, finde ich zumindest, fast aufwändiger ist wie Reisverschluss einnähen, das hab ich zu dem Moment nicht bedacht. Also doch nicht so funny...



Beim Schnittmuster sind Ärmel mit dabei, es geht auch genauso ohne. Diese Variante wollte ich eigentlich nähen. Genauso wie ich den Originalausschnitt verwenden wollte.

Eigentlich. Den Originalauschnitt hab ich relativ schnell beerdigt, denn der war mir einfach zu tief.. Auch mit einem Shirt drunter. Er endete ca. 5 cm unter dem Brustansatz. Das hat mir einfach nicht gefallen.
Hier ein schnelles Handyfoto, das ich vor der Anpassung gemacht habe.



Also hab ich mir vorne einen Einsatz reingenäht. Der Ausschnitt ist immer noch relativ tief, so fühle ich mich aber auch ohne was drunter wohl.


Bei der ärmellosen Variante hat es länger gedauert, bis ich aufgegeben habe. Erst hab ich zweimal versucht, es, wie auch in der Anleitung angegeben, einfacheren Variante zu machen, dh 1 cm einschlagen.
Aber immer gab es irgendwo doofe Falten, hat einfach Mist ausgeschaut.

Dann hab ich es noch mit Schrägband probiert. War auch nichts. Das Weiss davon hat mir zum Stoffweiss nicht gefallen, und ordentlich ist es auch nicht geworden.


Also bin ich doch auf die Ärmel umgestiegen. Stoff hatte ich dafür noch ausreichend. Das ist ein Waxprint aus Ghana, den ich bei einem lokalen Verein gekauft habe, der dort eine Schule unterstützt und Leute bei ihren Besuchen vor Ort immer wieder mal Stoffe mitbringen.

Und beim Ärmel einnähen, da bin ich mir inzwischen schon sicher, dass ich sie zumindest einigermassen ordentlich reinbekomme.

Der Waxprint hat leichte erhobene Aufdrucke, die glänzend sind. Hat eine Zeit gedauert, bis ich draufgekommen bin, wie ich den am besten bügle, nämlich mit einem Küchentuch zwischen dem Bügeleisen und dem Stoff. Davor hatte ich schon was am Bügeleisen kleben. Der erste Versuch war, nur von der Rückseite zu bügeln, aber das geht halt schlecht an den Stellen, wo der Stoff umgeschlagen wird. Da hab ich nur noch Aussenseite.



Und ich hab schon länger nicht mehr Kleidung mit  innenliegenden Abnähern gemacht. Brust ja, aber die sind ja auch recht einfach. Die Rückenabnäher haben mich dann doch ganz schön Zeit gekostet. Gar nicht das nähen an sich, sondern das Übertragen auf den Stoff und das Abstecken.


Aber sie tragen schon wirklich zu einer guten Passform bei. Trotz meines Hohlkreuzes sitzt es hinten super.


Dadurch das die Seitennaht nach vorne versetzt ist, tragen die Taschen nicht so auf. Denn sie sitzen dann nicht direkt an der dicksten Stelle des Körpers.
Durch die versetzte Naht hat das Rückenteil eine ziemlich ungewohnte Schnittführung. Da fand ich das Versäubern mit der Overlock durch die ganz enge Kurve ziemlich schwierig (auf dem Foto schaut es gar nicht so eng aus), dh in dem Bereich hab ich es nicht hinbekommen und musste es mit der Nähmaschine und Zickzack machen. Hätte es eh fast geschafft mir das Stück mit dem Ovimesser abzusäbeln.



Folgende Änderungen hab ich vorgenommen (bei Gr. S):
- Zwischen Brust und Taille 3 cm verkürzt
- Länge um 8 cm verkürzt
- Ärmel um 8 cm verkürzt
- Zwei Schlitze statt einem
- Einsatz im Ausschnitt


Der weisse Bereich des Stoffes ist leicht durchsichtig - da muss ich dann immer genau auspassen, was ich drunter ziehe.

Und erst beim Fotos bearbeiten ist mir aufgefallen, dass ich es vorher besser nochmal gebügelt hätte; im Spiegel hab ich die Querfalten nicht wahrgenommen.


Auch wenn es aufwändig war, es kommt definitiv auf meine Wiederholungsliste - nur dass ich dann gleich einen kleineren Ausschnitt machen werde.

AWS 
RUMS