Mittwoch, 26. Oktober 2016

Muriel - näh dir dein Kleid

Gleich wie das Buch "Näh dir dein Kleid", ein Kleiderbaukasten erschienen ist, "sprang" mich sofort das Kleid Muriel, links unten im Eck an.
Und mir fiel auch gleich der passende Stoff dazu ein, ein anthrazitfarbener Jeansjersey, den ich mir mal in Singapur gekauft hatte. Sehr dehnbar, nur mit dem kleinen Nachteil, dass er wohl hauptsächlich aus Poly besteht.


Kurze Zeit später veröffentlichten Prülla und Kaschme ihre Version davon. Haben mir beide gefallen.
Aber wie das so ist, wenn man sich was vornimmt kommen einem doch immer wieder andere Schnittmuster dazwischen.
Bzw in dem Fall auch die Hürde "Schnittmuster abpausen müssen".



Deswegen hat es nun bis in Oktober gedauert, dass ich mich aufgerafft habe. Dafür ging es dann aber auch ganz schnell.

 
Ich habe mir aus dem "ein Schnitt vier Styles" Buch schon die geraffte Version genäht gehabt, damals hab ich glaub ich es in Gr. L genäht, denn es sitzt etwas locker.



Deswegen hab ich mich diesmal für M obenrum und unter Passe auf L erweitern entschieden. Enger dürfte es nicht mehr sein...



Nach der ersten Anprobe sass mir die untere Passe zu tief. In weiser Vorraussicht hatte ich eh nur bis zum Beginn der Passe zusammengenäht, so dass Korrekturen noch etwas leichter notwendig waren.


Deswegen hab ich dann jeweils am Rockteil und an der Passe 1 cm weggenommen (einfach die Naht um 1 cm mit der Overlock rübergesetzt)


Wenn ich es mir nochmal nähe, dann werde ich die Passe vorher verkleinern, damit die untere Länge gleich bleibt.
  Evtl. mache ich auch noch eine leichte Hohlkreuzanpassung.


Fällt je nach Haltung unterschiedlich stark aus.

 
Die Rocklänge, da bin ich mir nicht mehr sicher ob ich die gekürzt habe, ich glaub, ich hatte unten keine Nahtzugabe gegeben, dh ist dann ca 4 cm kürzer als Originallänge.



Leider bin ich so eine Frostbeule. Jetzt hab ich mir den Ausschnitt wirklich schon stark zusammengezogen, aber er ist mir für kühlere Temperaturen immer noch viel zu weit.


Deswegen wird es wohl im Winter nur mit einem Rollkragenshirt drunter zum Einsatz kommen.


 Was mir nicht klar ist, ist warum das Kleid Schwierigkeitsstufe 4 erhalten hat. Der Schlitz vorne ist vielleicht etwas schwieriger, aber ansonsten ist es einfach zur Zusammennähen ohne grosse Hürden.



Nachdem ich nur einen weissen Gummi zu Hause hatte, hab ich befürchtet, dass man den am Schlitz sehen wird - das ist aber gottseidank nicht der Fall.



So, und jetzt hüpf ich noch schnell zum AWS und zum MMM.


 RUMS

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Jerika - Jacken Sew Along endlich fertig

Im September fand ja der Jacken Sew Along von Elle Puls statt, bei dem ich mich endlich aufgerafft hatte, meine seit 5 Monaten zugeschnittene Jerika anzupacken.


Tja, und geschafft hab ich es nicht - ganze 3 Tage nach dem Abschluss war sie endlich fertig. Ist auch schon wieder eine Zeit her und seitdem trag ich sie schon fleissig.



Genäht habe ich mir die Jerika in Gr. 40 aus Softshell, der in einem Überraschungspaket von Aktivstoffe drin war. Als Nähgarn hab ich das Baumwollgarn von Extremtextil genommen, das einen Polyesterfaden ummantelt. Die Baumwolle soll bei Regen aufquellen und zumindest die Nähte etwas abdichten.
Gegenteiliges kann ich zumindest noch nicht behaupten.



Da sie mir hauptsächlich als Regenjacke / Jacke für schlechtes Wetter dienen soll, war mir wichtig dass man gut gesehen wird. Die Farbe ist schon mal gut, aber mit reflektierenden Elementen wird es deutlich besser.



Dafür habe ich vorne, in der Kapuze und hinten reflektierende Paspeln eingearbeitet. Puh, waren die gstarrert. Bei meiner ersten Softshelljacke hatte ich auch welche verwendet, die gingen richtig gut. Die hatten auch keine Kordel drin und war sehr weich und biegsam.


Aber die hier, da hat das Einnähen keinen Spass gemacht, obwohl die Nähte gar nicht so gebogen waren. Die Paspeln hatten so ein komisch steifes netzartiges Gewebe, ganz eigenartig.


Ausserdem scheint dieses Gewebe mir immer wieder den Baumwollteil vom Faden runtergezogen zu haben, denn der hat sich dann immer wieder aufgeribbelt, so dass ich nur mit dünnen Polyesterteil genäht habe. Das hat dann so ausgeschaut. Dummerweise hab ich es nicht immer gleich gemerkt.


Eine Anpassung hab ich am Schnittmuster vorgenommen, ich hab mir die Ärmelöffnung um ca. 2 cm im Durchmesser vergrössert. Denn mit der Standard kann ich kaum einen dicken Pulli drunterziehen. Nun geht es gut.



Auch wenn ich viel kleiner bin wie die Auslegung des Schnittmusters - die Länge hab ich gelassen, da ich bewusst eine längere Jacke haben wollte.



Etwas weiter hätte sie noch werden können, da es sich bei was dickerem drunter nun hinten etwas schoppt.


Wichtig ist mir bei (längeren) Jacken auch immer, dass ein zwei Wege RV vorhanden ist. Ich fahre sehr viel mit dem Radl und dadurch wird es deutlich angenehmer.



Und diesmal sollte der Reissverschluss auch einen Kinnschutz bekommen.



Die einfachen Nähte, die haben sich problemlos nähen lassen. Was aber gar nicht richtig funktioniert hat, das war das Absteppen von aussen.  Da hat die Maschine immer wieder Stiche ausgelassen. Eigentlich wollte ich den Softshell immer nur einmal nähen. Denn wenn ich öfters drüber nähe, dann hat die Membran auch mehr Löcher und der Wasser/ Winddichteffekt ist an diesen Stellen dahin.



Ich hab alle möglichen Nadelvarianten probiert, verschiedene Jerseystärken, Stretchnadeln, Jeans. Ganz am Schluss dann noch eine Universal, die hat noch die besten Ergebnisse geliefert. Aber stellenweise schaut es gar nicht schön aus (zumindest mir fällt es sofort auf).


Komischerweise hat es ja auch immer wieder gut genäht. War ja nicht so, dass es durchgehend schlecht war (was es auch wieder schwieriger gemacht hat).
Diese Naht schaut jetzt nicht mehr so aus, die hat sich inzwischen gelockert. Da muss ich noch mal nachbessern. Ist ein typisches Beispiel.



Da ich keinen winddichten RV hatte, hab ich mir eine Abdeckung dahinter genäht, ausserdem den Abschluss mit einem Webband verdeckt. Etwas ungewöhnlich für Erwachsene, aber das war das einzigste, das ich in der Länge noch zu Hause hatte (und neues kaufen wollte ich keins).


Sehr schwierig war der Bereich mit Kinnschutz und Kaputze. Dort war es stellenweise 8 Lagen dick, gar nicht gut zum nähen. Schaut innen verbesserungswürdig aus.



Da die Jacke ja eine Regenjacke sein soll war es mir wichtig, dass auch das Innere der Kapuze wasserdicht ist. Denn ich setz mir die Kaputze nicht immer gleich auf und wenn sich dann Baumwolle drin befindet, dann wird die viel leichter nass.
Deswegen hab ich sie innen und aussen mit Softshell gefüttert. Dadurch ist sie ziemlich steif und schwer geworden.



Ganz wichtig waren mir auch innere Armbündchen, damit es beim Radlfahren auf keinen Fall bei den Armen reinzieht. Diese sollten natürlich auch ein Daumenloch haben. Da das Material sehr stretchig ist war mir wichtig, dass am Daumenloch aussen keine Absteppungen sind.



Dafür habe ich das Tutorial von Tillabox verwendet.

Hat allerdings eine Zeit lang gedauert, bis ich es komplett verstanden habe. Was nämlich nicht im Text erwähnt wird, ist das man die Markierungen bis zur Naht hin einscheiden sollte, da sonst das zusammenstecken sehr sehr schwierig wird. Und dass man die eine Seite quasi in die andere hineinschieben muss. Das war durch die dunklen Farben teilweise schwer zu erkennen.

Nachdem ich es dann geschafft habe, war es einfach.


Und eine Nadelvernichtern war sie. 10 Stück hab ich bis zur Fertigstellung aufgearbeitet.



Zwei Tage nach Fertigstellung konnte sie gleich zeigen, was in ihr steckt. Denn über das lange Oktoberwochenende haben wir einen Ausflug u.a. nach Ettal,  Linderhof, Hohenschwangau und Neuschwanstein gemacht. Und das Wetter war nur noch grauslig. Es hat fast die ganze Zeit geregnet. Und dank der neuen Jacke war das kein Problem.
Eigentlich wollte ich die Fotos nur dort machen, aber aufgrund vom Wetter (da kam nur das Handy in Einsatz) sind sie nicht richtig gut geworden.

Das ist nun die Jerika im Kloster Ettal (und der Mann trägt passend dazu einen Jerik).



Hier besucht sie Schloss Linderhof.





Und dann auch noch Hohenschwangau.



Von Neuschwanstein hab ich nur Fotos vom Schloss.


Auf jeden Fall hat sich gelohnt, dass ich sie endlich genäht habe. Denn bei dem mistigen Oktoberwetter kommt sie ganz viel zum Einsatz.  Denn die Jacke alles, was ich haben wollte (oder bei einer Kaufjacke haben will) - ich hab sogar geschafft, an den Aufhänger zu denken.


Und nun darf sie zum MMM mit Nahtzugabe. AWS ist auch noch.


Mittwoch, 12. Oktober 2016

Ein Kimono Tee aus meinem Orchideen Spoon Flower Stoff



Eigentlich wollte ich heute was anderes zeigen, nämlich endlich meine Jerika aus dem Jacken Sew Along von Elle Puls. Die hatte ich zwar eine Woche nach dem ursprünglichen Zieltermin fertiggestellt aber wie es halt immer so ist…
Und dann hab ich gestern auf dem PC Fotos gefunden, die ich noch gar nicht gezeigt habe, nämlich ein Kimono Tee aus meinem Spoonflower Stoff.  Die Bilder sind schon etwas älter – die entstanden im Mai im Italien Urlaub.
Dadurch passen sie wettermässig nicht so ganz zu dem wie es nun draussen ausschaut.

 
Da hatte ich 2 yrds bestellt und aus dem Grossteil mir das Karen Drape Dress genäht gehabt.


Es blieb aber noch so viel Stoff übrig, dass ich mir ein Kimono Tee von Maria Denmark draus nähen konnte. Das einzigste, was nicht mehr geklappt hat, war das Muster mittig auszurichten.

 
Den Halsabschluss habe ich aus Stoffmangelgründen ein silbernes elastisches Einfassband verwendet.


Die Änderungen gegenüber dem Originalschnitt sind:
Die Ärmel etwas verlängert.
Den Halsauschnitt vorne vertieft; reicht mir immer noch nicht, den würde ich beim nächsten Mal noch etwas tiefer machen. Ich mag es gar nicht, wenn es in diesem Bereich was anliegt.



Das T-shirt ist nun schon etliche male gewaschen worden – die Farben sind immer noch so schön leuchtend. Denn das sind meine ersten Erfahrungen mit Stoffen von Spoonflower.

 
Und mit dem Kimono Tee bin ich endlich mal wieder beim MMM mit was neuem dabei, der wird heute angeführt von Katharina aka sewing addicted in einem neuen Kleid mit Strickjacke.
Ausserdem gibt es noch den AWS.