Mittwoch, 28. September 2016

Kleid Claire - mmh, schau ma moi.




Bei einer meiner Lieblingsdesignerinnen Stefanie von SO-Pattern gibt es ein neues Kleid, „Claire“. Allerdings wird dieses genähte Kleid  vermutlich nicht so sehr zu meinen neuen Lieblingen zählen. Es ist so ein ich weiss nicht so recht Kleid für mich (wie hier am Gesichtsausdruck ersichtlich ...).


 Das sagt Stefanie über den neuen Schnitt:
„CLAIRE mit seiner ungewöhnlichen Schnittführung polarisiert – sei es als Kleid oder als Bluse.

Dabei kommt das Hängerchen mit der Weite und dem Bindeband im Rückenteil, dem Umschlag im Vorderteil und dem einfachen Kragen ganz freundlich daher … die Teilungsnähte entsprechen allerdings nicht der gängigen vorne-hinten-Ärmel-Aufteilung, sondern sind übergreifend, bei der Schnittführung war ich eher japanisch/Zero Waste inspiriert. Von der Nähtechnik her ist CLAIRE nicht so schwierig – das können auch fortgeschritten Anfänger bewältigen – beim Zusammenpuzzeln der Teile wird ein bisschen das 3D-Gehirn gefordert. Doch wenn man sich an die Anleitung hält, kann eigentlich nix passieren.

Die Probenäherinnen – quer durch die Können-Niveaus waren geteilter Meinung: Entweder gefiel ihnen CLAIRE sehr gut oder sie sagten: das ist nicht meins.“

Ich falle eher in die zweite Kategorie. Meistens ist es so, dass ich mir was nähe und dann weiss ich sofort „ja“ oder „nein“. Aber hier bin ich mir einfach unschlüssig.


 Verwendet hab ich hier einen ganz weichen, angenehmen Baumwollstoff, der kaum knittert (vor den Fotos bin ich 50 km im Auto gesessen und habe dazwischen nichts gebügelt). Allerdings wäre der ursprünglich für ganz was anderes gedacht gewesen, nämlich für einen Trachtenrock, bei dem man die zwei Teile aus dem Stoff ausschneidet, zusammennäht, einen Bund dran macht und fertig wäre er.

Ich hatte allerdings schon mal einen mit einem anderen Muster genäht, bei dem mir dann die Länge gar nicht gefiel und der nur im Schrank hing. Nachdem ich die Farben so gerne mag, hab ich ihn mir für was anderes aufgehoben.


Raffiniert ist die Rückenansicht (das kommt dank des Musters aber nicht so rüber).

  
Gelernt hab ich auf jeden Fall was, denn man hat wirklich viel denken müssen beim Zusammenbauen. Ist mal was ganz anderes als was man sonst so kennt. Stellenweise kniffelig aber schon gut machbar.

 
Ich hab mein Schnittmuster gegenüber der Originallänge um 8 cm gekürzt.

 
Vorgesehen ist dass das Bindeband im Rücken geschlossen wird.  Nachdem eine andere es mal vorne gebunden hat, hab ich diese Variante auch mal ausprobiert.  Das war gleich ganz ein anderes Tragegefühl, fand ich irgendwie angenehmer. Gefällt mir aber nicht so gut.

 
Wenn ich so überlege kommt es vielleicht daher, dass die allermeisten Kleider, die ich bisher genäht habe, oben eher anliegend waren und dann erst unten weiter wurden (oder enger blieben). Das hier ist anders. Das fällt schon von der Brust weg eher weit (und nach unten hin kommt nicht mehr so viel dazu).
So was lockeres hab ich nur für Hochsommerstrandkleider.


 Es wurden mehr Blusen als Kleider in dem Probenähen genäht, die wirken ganz anders wie das Kleid.  Rückblickend wäre die Variante wohl besser gewesen. Kürzen will ich es aber auch nicht, da dann der untere schönere „Blumenteil“ wegfällt.  Hier könnt ihr euch die Beispiele der anderen Näherinnen anschauen.


Hier seht ihr mal die Schemazeichnung. Da sieht man, dass vorne auch zwei Falten wären – die kommen bei meinem gemusterten Stoff gar nicht so raus.

Falls jemand Interesse an dem Kleid hätte – ich würde es gegen Übernahme Stoffkosten (die nicht sehr hoch waren) abgeben. Denn ich vermute mal, wenn es im Schrank hängt, würde ich es nur anziehen, damit es auch mal getragen wird (und weil es meine Lieblingsfarbe dabei hat).
Und wenn sich jemand findet, dem es wirklich zusagt, gerne. Genäht ist es in Größe M, Länge von der Schulter 96 cm.


 Ein CLAIRE Schnittmuster darf ich verlosen, euer Kommentar ist euer Los bis Montag Abend 03. Oktober 2016 20:00. 


 Nun ab zu RUMS zum AWS.

Mittwoch, 21. September 2016

Ein Geburtstagsshirt für einen 6 Jährigen jungen Mann



Vor kurzem hab ich festgestellt, dass ich einige (Kinder)sachen noch gar nicht gezeigt habe.
Jetzt muss ich endlich mal damit anfangen.

Mein junger Mann ist im Sommer 6 Jahre alt geworden.

Dafür hat er sich natürlich ein Geburtstagsshirt gewünscht.

Er wollte den gleichen Stoff wie zu seinem 5. haben und da war die andere Hälfte noch da.
Wunsch konnte also erfüllt werden.


Der Schnitt ist wiedermal das Raglanshirt von Klimperklein.

Ganz eindeutig mein Kinderlieblingsshirtschnitt.  In der Größe 116, allerdings um 4 cm verlängert.

Für die Fotos habe ich einen Ausflug nach München genutzt – Star Wars Ausstellung im Olympiapark. Ein Herzenswunsch der Kinder den ich ihnen in den Sommerferien noch erfüllt habe.

Die Fotos sind vorm Olympiasee und auf dem Aussichtshügel entstanden. Da hat man einen tollen Blick über München. 

Wäre es weniger diesig gewesen, dann hätte man die Berge noch besser gesehen.
War so auch schon toll.

Ein Problem hat der junge Mann allerdings bei den selbstgenähten Shirts – er zieht sie gerne verkehrt rum an, weil er nur aufs nicht vorhandene Markerl  schaut (weil Mutter zu faul ist, eins einzunähen)
und nicht, wo denn der Aufdruck bzw die Bündchenhalsnaht ist.

Und bekommt dann gerne einen Wutanfall, wenn frau sagt, dass er es doch umdrehen soll.
Dann läuft er halt mit der Sechs auf dem Rücken rum.

Das Geburtstagsshirt darf nun zum AWS, Made for Boys und Söhne und Kerle.


Yeah.

Montag, 19. September 2016

Jacken Sew Along Teil 3 - es wird.



Nachdem nun schon die dritte Woche von Elle Puls Jacken Sew Along ins Land gezogen ist, hab ich mich noch doch endlich aufgerafft und mir ein paar Stunden freigeschaufelt.

Und auch einiges geschafft.

 
Die Jacke ist zusammengenäht, es fehlt noch der Reissverschluss, der Saum, die Armbündchen und mein Daumenlocheinsatz.


Da ich sie als Regenjacke nutzen möchte und ich v.a. mit dem Fahrrad unterwegs bin, habe ich mir reflektierende Paspeln eingarbeitet. Leider sind die sehr steif und auch relativ dick, weil eine dickere Schnur durchgezogen ist. Das hat das Nähen nicht einfacher gemacht.

Bei meiner Jalie Jacke hatte ich auch schon mal welche verwendet:

 Die waren ohne Schnur dazwischen und deswegen viel einfacher zu verarbeiten.

Probleme hat mir das dann v.a. in dem Bereich gemacht, wo ich die Naht mit Paspel (und Reissverschluss) noch abgesteppt habe. Da hat die Maschine einfach Stiche ausgelassen und nun hab ich dort Riesenstiche. Öfters wie einmal auftrennen will ich bei Softshell nicht, sonst ist wegen zerstörtem Membran die Wasserdichtigkeit futsch. Beim ersten Mal nachnähen treff ich hoffentlich dann ins orginale erste Loch.


 Ist keine Paspel dazwischen geht es problemlos.


 Ich verwende ein Spezialgarn; mit Baumwolle ummantelte Polyesterzwirn. Es heisst, dass die Baumwolle bei Regen aufquillt und dadurch die Einstichstellen abdichtet.
Hier sieht man etwas von der Paspel, die hat so eine Art Gitter unten.


 Das hat mir vermutlich durch mehrere Lagen durch Probleme verursacht (v.a. an der Vordernaht). Da ist mir immer wieder der Faden gerissen bzw hat sich die Baumwolle abgeschabbert und es war nur noch der Polyesterfaden da. Und das ist zu dünn.
Hier sieht man es ganz gut.

 
Leider ist meine Zeit bis nächsten Sonntag recht knapp – zu viele andere Verpflichtungen. Trotzdem hoffe ich, dass ich es schaffen werde, sie bis dahin fertig zustellen.
Was sich definitiv ziehen wird, ist der Reissverschluss. Denn möchte ich wieder mit Windschutz und Zierband versehen. Und das dauert einfach.

Beim Daumenlochbündchen möchte ich auch eine andere Variante ausprobieren. Die von meiner ersten Jerika ist nicht so gut geworden.

Montag, 12. September 2016

Jacken Sew Along Teil 2 - so richtig vorwärts gehts noch nicht.



Das sind die Fragen dieser Woche beim Jacken Sew Along von Elke aka Elle Puls.
Welche Schnittänderungen hast du vorgenommen?
Wie sehen die ersten Nähte aus?
Gibt es Hürden? 
Bei mir trifft wohl eher Punkt drei zu, nur dass es keine Hürden sondern Hügel waren….

So richtig vorwärts gekommen bin ich nicht bei meiner Jacke. In Bayern sind ja noch Ferien, deswegen hab ich mir nochmal freigenommen und da war mit den Kindern u.a. lieber hier unterwegs


oder auch hier
 
 als mich um die Jacke zu kümmern. Das super Wetter gehört einfach ausgenutzt - schlechte Tage zum Nähen kommen bestimmt noch genügend.

Aber immerhin hat der Sew Along dafür gesorgt, dass ich was gemacht habe:

Nämlich, das was geht schon zusammengesteckt.

Es soll eine Jacke für regnerisches, ggf herbstlichers Wetter werden.

Deswegen ist es mir wichtig, dass man bzw frau auch gut gesehen wird.

Dafür nähe ich mir Leuchtpaspeln ein.
An der Kapuze, an der Rückenmittelnaht und dann die beiden vorderen Längsnähte.

Wo es geht, hab ich sie schon mal festgesteckt. Bei der Rückennaht möchte ich sie in einem Rutsch nähen, dh ich hab die Paspel zwischen den beiden Schichten gelegt.
Bei der Kapuze traue ich es mir aufgrund der Rundungen nicht zu.


Und hier sind die Tascheneingriffe schon mal an den entsprechenden Stellen.



Aber für diese Woche hab ich mir ganz fest vorgenommen, dass auch wirklich was genäht wird.
Das klappt bestimmt :-).