Mittwoch, 29. Juni 2016

Einauge sei wachsam - Upcycling Rock

Letztes Jahr im Sommer habe ich mir u.a. die lange Version vom Kreuzkleid genäht.


Von vorne war es ja perfekt, aber sobald ich mich umgedreht habe ...


Mir hatte der Stoff nicht gereicht und weil ich mir in Singapur gekauft hatte, war ein Nachkaufen auf die Schnelle so nicht drin. Ich konnte nur den gleichen in anderer Farbkombination verwenden.

Nun ist im Winter ein Kollege von mir nochmal nach Singapur gefahren und da hab ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt. Einen ortsansässigen Kollegen mit Fotos und Kaufort versorgt und ihn gebeten, mir doch bitte bitte bitte noch 2 m von diesem Stoff zu kaufen. Und dann hiess es Daumendrücken, dass es ihn noch gab.
Glück gehabt, im Januar hatte ich dann 2 m vom grünen Stoff in der Hand.

Auftrennen ist nun mal so gar nicht mein Ding, so dass es eine Zeit gedauert hat, bis ich mich dazu aufraffen konnte. Das Kleid ist nun ganz grün, schaut richtig gut aus, nur Fotos hab ich noch nicht gemacht.

Die zwei herausgetrennten Teile wollte ich nicht ungenutzt lassen und hab mir ganz spontan einen Rock genäht. Die Länge hat sich durch die mir zur Verfügung stehende Breite ergeben. Er ist so lang geworden dass Breite oben der Taille entspricht und unten was an maximal Breite da war.

Wie gut dass er so dehnbar ist, der Umfang entspricht nämlich genau meinem Hüftumfang, so dass er sich beim Gehen dann etwas nach oben schiebt.

 

Unten mit Rollsaum (in grün, da er grösstenteil noch vom Kleidteil ist) und oben hab ich einfach einen Bund aus dem Stoff genäht. Ohne Gummi und Reissverschluss; es ist eine sehr elastische Webware.

Nachdem die Fotos fertig waren, hab ich nur kurz geschaut, ob sie scharf sind; am Bildschirm hab ich dann festgestellt, dass ich auf so gut wie allen "normalen" Fotos ein Auge zu war. Offensichtlich hat mich die Sonne von der Seite doch mehr geblendet, als es mir bewusst war.


Deswegen hab ich wohl auch nicht gemerkt, dass ich "bedroht" werde.


Ganz leise hat sich ein Überfallkommando angeschlichen.

Wie gut, dass ich den Räuber doch noch überwältigen konnte.


Beim MMM gibt es wieder viel sommerliches zu sehen und auch der AWS zeigt vie schönes.

Und zum Upcycling im Juni darf der Rock nun auch noch.

Mittwoch, 22. Juni 2016

Eine Jogginghose mit dem letzten Fitzls meines Stoffes

Pfingsten waren wir in Italien im Urlaub. Dieses Jahr war es ja sehr früh, so dass es leicht auch mal kalt werden kann. Deswegen hab ich mir noch eine Jogginghose aus etwas dickerem Sweat genäht.

Da man mit Jogginghose ja eine sportliche Tätigkeit (und nicht nur Couchsurfing) verbinden sollte, bin ich mit ihr für die Fotos klettern gegangen ...


Der Stoff ist, wie so oft beim Trigema Sweat, komplett undehnbar. Dafür schön warm. Das war es ja, was ich wollte.


Der Schnitt ist die Hose Pukka von Nähglück by Sopie Kääriäinen, die es in ihrem letztjährigen Adventskalender umsonst gab.

Das T-Shirt ist ein Kimono-Tee von Maria Denmark.


Genäht hab ich die Hose in Gr. 40/42; und soweit ich mich erinnern kann gegenüber dem Schnittmuster um ca. 5 cm verkürzt.


Von meinem Orichideen Spoonflowerstoff wollte ich unbedingt soweit wie möglich alles Verarbeiten. Ausser dem Karen Drape Dress ist auch noch ein Kimonotee draus geworden, dass ich aber noch nicht gezeigt habe.

Eigentlich wären im Schnittmuster andere Taschen vorgesehen - da hätte man aber nicht viel vom Stoff gesehen.
Deswegen hab ich mir einfach Aufsatztaschen gemacht; und zwar so gross wie es der Stoff für beide Seiten noch hergegeben hat.


Die Taschenkanten sind mit einem elastischen Schrägband versäubert. Die Tasche ist einfach mit grossem, engen Zickzackstich befestigt.

 (auch wenn es unscharf ist, so leicht war es nicht in die Position zu kommen, deswegen bleibt das Foto drin)

Allerdings war mein Augenmass nicht so passend; denn um ein richtig gutes "Hand in der Hosentasche" Gefühl zu haben, hätten sie noch ein paar Zentimeter nach oben gehört.


Beim Bund war ich faul; einfach nur ein 4 cm breites, sehr weiches Gummiband genommen und angenäht. Ich bin keine T-Shirt in der Hose Trägerin, also wird man den auch nur sehr selten zu Gesicht bekommen.



Die Beinweite find ich für mich optimal. Nicht zu eng und nicht zu weit.


Und jetzt geh ich zum AWS und dem MMM.  Ade.



Mittwoch, 15. Juni 2016

Endlich ein passendes Shirt

Vor einiger Zeit hab ich ja meinen Rock Betty von So Pattern vorgestellt. Und darüber geklagt, dass ich kein passendes sommerliches Oberteil dazu hätte, da einfarbige T-Shirts eher Mangelware bei mir sind.
Und dieser gemusterte Rock braucht was ruhigeres dazu.

Nun hab ich mir halt ein passendes T-Shirt dazu genäht.



Es ist das Shirt Valerie. Wenn ich mich recht erinnere gab es das mal als Freebook der Woche bei Makerist (und wenn ich es recht interpretiere, ist es zur Zeit auch kostenlos).
Wie ich auf der Suche nach einem Schnitt war und auch mal was neues ausprobieren wollte, ist meine Wahl auf dieses gefallen, weil auf den Fotos relativ wenig Falten in der Brustregion zu sehen waren. Das ist mir einfach wichtig. Das Resultat fällt hier positiv aus.


Von der Länge her ist es zwischen der T-Shirt Länge und der Kleiderversion, die ebenfalls im Schnitt enthalten ist.


Das einzig schade an der Länge ist, wenn ich es zu diesem Rock trage, dass dann die raffinierten Taschen vom Rock verdeckt werden.


Eine leichte Hohlkreuzanpassung hätt ich noch machen können, vielleicht beim nächsten Mal.


Der Stoff vom Shirt und den Hals / Armabschlüssen ist ein ein ziemlich dehnbarer Interlock aus einer Trigema Putzlappenbestellung.


Tja, den Post zum Rock hatte ich übertitelt mit: Ein Rock, der auf den Sommer wartet. Daran hat sich in den knapp zwei Monaten leider nichts geändert, da würd ich immer noch drauf warten.
Doofes Regenwetter. Ich will dem endlich den Rücken zukehren.


Von der Weite her taugt es, sitzt eng aber doch etwas locker. Der Schnitt kann auf jeden Fall im Repertoire bleiben.

Und nun ist der MMM und der AWS dran.

Mittwoch, 8. Juni 2016

eine Boyfriendhose fürs Girl



Nun ist bei mir auch meine erste Boyfriendhose im Schrank eingezogen.

 
Sogar schon vor einiger Zeit, genäht hab ich sie mir nämlich schon im Februar.

Es ist der neue Schnitt von Leni Pepunkt, der am Dienstag herausgekommen ist. Die Boyfriendhose.
Das Probenähen fand schon im Februar statt – da dann aber die Schnittdirectrice krank geworden ist und noch Änderungen zum Vornehmen waren, hat sich das Rausbringen so verzögert.


Deswegen nicht wundern, dass auf den Fotos noch zu wenig grün zu sehen ist – die sind nämlich auch vom Februar. Und da es nicht so einfach ist, Zeit für Fotos zu finden, hab ich auch keine aktuelleren – auch wenn ich sie öfters trage.


Boyfriendhose bedeutet, dass man die im Schritt etwas tiefer trägt – das war mir damals zur Zeit des nähens nicht bewusst.
Auf dem Foto hab ich sie mal so an, wie sie „offiziell“ gehören würde.


 In Wirklichkeit trag ich sie aber so: nämlich höher gezogen. Das tiefere taugt mir irgendwie nicht. Allerdings ist die "Pulli in der Hose" Variante nur für die Fotos, damit man es obenrum besser sieht. Sonst ist das Oberteil immer über der Hose.

 
Genäht hab ich sie aus einem undehnbaren Neongelben Jeans (der leider einen rötlichen Farbstreifen hatte, der mir aber erst nach dem Zuschneiden aufgefallen ist, da er auf der Rückseite war). Das Neongelb kommt auf den Fotos gar nicht so rüber, in Wirklichkeit so wie ein gelber Leuchtmarker.


Zum Absteppen hab ich ein dickeres Jeansgarn (war eins von Gütermann) verwendet; mag meine Nähmaschine gar nicht, hat hinten viele Schlaufen gezogen, egal mit welcher Fadenspannung ich rumprobiert habe. Deswegen sitzen die Nähte auf der Aussenseite etwas locker. Sind aber gottseidank an den meisten Stellen nur eine Verzierung und haben keine Haltefunktion.


Den Sattel hab ich mir hinten etwas verlängert, da ich es nicht mag, wenn die Hose im Sitzen weit nach unten rutscht.


Ich hab die Hose probiert vor dem Annähen des Bundes und hätte eigentlich gedacht, dass ich sie mir entsprechend abgesteckt hätte. Bei der Anprobe hab ich mir hinten oben noch etwas Weite rausgenommen (aber leider keine so richtig gute Kurve hinbekommen, so dass sich manchmal eine leichte Beule dort bildet).

Und so richtig gut hab ich das mit dem Probieren nicht gemacht; nachdem nämlich der Bund dran war, war sie mir oben viel zu weit. Also mussten zwei Abnäher her, die man hier ganz gut erkennen kann. Nun sitzt die Hose so gut, dass ich sie auch ohne Gürtel einwandfrei tragen könnte. Nur das mag ich nicht.  


Den Bund hatte ich mir zu kurz abgeschnitten und leider keinen neuen Stoff mehr für ein durchgehendes Teil. Also hab ich einem Anfall geistiger Übernachtung auf beiden Seiten angestückelt (anstelle auf einer Seite ein längeres Teil). Das hatte nun zur Folge, dass ich mein Knopfloch genau auf der Naht setzen musste (und das aber auch erst gemerkt habe, wie alles komplett angenäht war und mein Auftrennwille nicht vorhanden war).
So was ist natürlich ganz doof, denn so geht die Naht dort wieder auf. Also hab ich die dann, als das Knopfloch genäht und aufgeschnitten war, händisch zusammengenäht. Bislang hält es an der Stelle.


An den Oberschenkeln hab ich genügend Weite, an den Unterschenkeln könnte es etwas lockerer sitzen, allerdings sind meine Wadl auch kräftig.  Im Ebook werden auch Ober,- und Unterschenkelmaße mit angegeben, so dass man es vorher ggf schon anpassen kann.


Der Schnitt taugt mir und wenn ich mal wieder eine Jeans brauche, dann kommt dieser auf jeden Fall in die engere Auswahl. Auf jeden Fall ist das nichts, was man mal zwischendurch so näht, eine Jeans braucht wegen der ganzen Absteppungen einfach mehr Zeit. Das ist schon auch ein Grund, warum ich so gerne Jerseykleider nähe ….


Noch bis Sonntag den 12.06.16 bekommt ihr den Schnitt um 30% billiger mit dem Gutscheincode „BOYFRIENDHOSE“ auf dieser Seite hier.

Und die Hose darf nun zum AWS. und zu RUMS.


Frühstück bei Emma hat für Juni den Buchstaben B gezogen. Da passt meine Boyfriendjeans genau dazu.

Mittwoch, 1. Juni 2016

Memademay, die fünfte und letzte Woche



Eigentlich wollte ich heute nicht nur Fotos von den letzten Tagen des Memademays zeigen sondern auch von meinem Kimono Tee, das ich aus dem restlichen eigenen Orchideenstoff genäht habe.

Aber wenn frau die Bilder gleich komplett von der Karte auf den Computer zieht; dort dann andere Fotos zum löschen markiert und nicht merkt, dass dann die neuen auch dabei sind und dann auf Löschen drückt, dann funktioniert das halt nicht.
V.a. wenn sich der Papierkorb auf dem blöden Teil nicht auftreiben lässt. Ein Tool zeigt mir zwar an, dass ich die Bilder im Papierkorb drin hätte, nur kann ich von dem leider nicht dahin abspringen. Und im Explorer ist der einfach nicht zu finden. Grrrrh. Ärger.

Also gibt es heute nur die Fotos der letzten Memademay Woche zu sehen.

Den Anfang machte letzten Donnerstag mein erstes SuziQ Kleid von So-Pattern.


Am Freitag hab ich meine Strandtoni natürlich am Strand getragen (ich war letzte Woche in Italien).


Am Samstag war es dann mein neues Kimono Tee, von dem ich heute mehr Fotos zeigen wollte. So schaut es also aus. Entweder ich kann sie irgendwie wieder herstellen (was ich hoffe) oder ich muss nochmal neue machen.


Sonntags trug ich wieder eine Toni.


Montags das Kreuzkleid in meinen Lieblingsfarben. Da ist so schade, dass der Stoff so schlecht ist. Das war eine Fehlfärbungsputzlappenundehnbarer Piquee und der reisst leider an den Nähten auf.


Und gestern am letzten Tag des Memademays habe ich meine Klara getragen. Leider wieder so schlechtes Wetter.


Dieses Jahr war ich mir schon im Vorhinein sicher, dass ich es schaffen werde, jeden Tag was selbstgemachtes zu tragen, und dass es vermutlich auch kein Problem sein wird, dass es jeden Tag was anderes sein wird.

Was mich überrascht hat, ist dass es dann an 20 von 31 Tagen Kleider getragen habe – und immer noch welche im Schrank hängen hab, die nicht mitdabei waren; wenn ich richtig gezählt habe 8 Stück. Lag v.a. am Wetter, die sind doch etwas leichter bzw feiner.

Und zahlreiche Röcke und sogar noch einige Oberteile; ich denke bei 50% bin ich nun schon mindestens; nicht unterwäsche / Socken ausser Funktionsjacken hab  ich mir schon länger nicht mehr gekauft.

So, und jetzt freu ich mich schon auf nächstes Jahr im Mai. Es hat einfach Spass gemacht, jeden Tag bei Instagram zu stöbern, was denn andere Leute heute so für schöne selbstgemachte Sachen tragen.

Und mit einem Übersichtsbild über das ganze Montag verabschiede ich mich nun hin zum MMM.