Mittwoch, 30. März 2016

Meeresrauschen - mein gefilzter Schal

Einmal im Jahr findet in unserer Kolpingsfamilie ein Filzkurs statt. Die letzten Jahren haben wir Taschen, Hausschuhe und Hüte gefilzt und dieses Jahr war ein Schal dran.

Grundlage für diesen war ein 3 m langes und 60 cm breites Seidenchiffontuch. Dieses musste dann ganz dünn in den gewünschten Farben und Muster belegt werden.

Das hat sich gezogen. Das Auslegen alleine hat 4 h gedauert.


Insgesamt hab ich für den Schal 120 g der feinsten Merinosorte gebraucht. Ziel wären eigentlich 100 g gewesen aber irgendwo dazwischen hatte ich dann etwas dickere Stellen so dass sich auf die Länge das Gewicht ergeben hat.
Er ist aber immer noch schön dünn und leicht.

Hier ist das erste Stück angeflizt.
 Das Filzen an sich hat dann auch über 2 h gedauert - und meine Arme haben mir dann ganz schön wehgetan.
Da sieht man alle drei Stadien, angeflizt, gerade dabei und wartet noch drauf.


So war er dann bevor es ans "kleinmachen" ging.


Der Schal ist dann auf ca. 2 m auf 40 cm geschrumpft - und schön weich und kuschelig.


Die Rückseite ist deutlich heller, da man hier noch die Chiffonseide sieht, die war ein helles türkis.

Verwendet hat ich fünf verschiedene blau-grün Wollen, wobei zwei davon in sich mehrfarbig waren.


Und nun kommen ein paar Tragefotos.

Entweder einfach über die Schulter gehängt.




oder eine Seite nach hintengeschlagen, wenn es mich am Dekoltee friert.



oder halt eine klassische Schalvariante, um z.B. Jackenöffnungen zu verschliessen.




Und der Schal darf nun zum AWS. und RUMS.

Mittwoch, 23. März 2016

Endlich repariert , ein neuer RV für meine Softshelljacke

Die Softshelljacke von Jalie, Modell 2679 war mein erstes schwierigeres Projekt für mich Anfang 2013.

Damals habe ich mir einen wind / wasserdichten Reissverschluss eingenäht. Damals hab ich mich einfach noch nicht getraut, einen Windschutz ohne Anleitung dahinter zu nähen bzw hab ich da vermutlich auch nicht drangedacht.

Und nun war die Qualität von dem RV leider bescheiden. Im Herbst 2014 hat er schon den Geist aufgegeben, es sind einfach ein paar Zähnchen abgebrochen.

Nachdem es doch ein teurerer Softshell von Extremtextil war, hab ich es einfach nicht übers Herz gebracht sie wegzuschmeissen. Denn der Tragekomfort war sehr gut; windicht, wasserdicht, so richtig was für den Übergang, da sie innendrin mit kuscheligem Fleece gefüttert war.

Und sie lag und sie lag und sie lag und sie lag.

Nun hat mir diesen Winter, zumindest seit dem Beginn des Jahres irgendwie die Nähmotivation gefehlt, ich konnte mich nicht recht aufraffen.
Und der Ufo und Flickberg wurde größer.



Nun hab ich mir vorgenommen, erst wieder was neues zu nähen wenn ich alle Sachen geflickt, repariert und fertiggestellt habe, die so rumliegen.
Das zieht sich zwar, aber Land in Sicht. Das Wochenende hab ich mir endlich die Jacke vorgenommen. Den alten RV hab ich immerhin schon vor 6 Wochen rausgetrennt gehabt.

Nun ist das auch endlich geschafft und ich hab nur noch ein UFO zum fertignähen.



Weil ich einen RV aus meinen Fundus nehmen wollte, habe ich mir diesmal einen Windschutz dahinter genäht.
Eigentlich hätt ich gedacht, ich hab richtig gemessen....
War wohl nix.
Dummerweise hab ich den Stoff geschnitten, genäht und dann geheftet. Dumm wenn man erst am Schluss feststellt, dass es zu kurz ist.
Nachdem ich fürs Heften von der Seite fast eine STunde gebraucht habe (damit die 3 Lagen auch wirklich gut übereinander sind und es doof überlappt, zieht es sich). Da wollte ich nicht mehr auftrennen und hab beschlossen, ist nicht so schlimm wenn es nicht bis ganz oben am Hals geht.



Die Seite wurde reingenäht und dann die andere geheftet, damit die Nähte an den richtigen Stellen zusammentreffen. Also zumindest in der Theorie. Da hab ich sogar noch mal komplett aufgetrennt, weil es nicht gepasst hat. Nach dem zweiten Heften und Schliessen des RV war alles ok. Und dann kam das Nähen. Da hat es das ganze leider noch mal verzogen. Jedesmal heften / nähen zerstört die Membran, die den Softshell wind und wasserdicht macht einen Schritt mehr. Deswegen wollt ich es nicht mehr auftrennen, hat eh schon so viel Stiche abbekommen. Nun muss ich damit leben.



Aber ich bin wirklich froh, dass ich es auf mich genommen habe, denn sie trägt sich einfach super. Darf nur nichts zu dickes drunter ziehen, denn sonst schau ich aus wie ein Michelin Männchen.


 

Wichtig ist mir deswegen immer ein zwei Wege RV, dh dass ich den auch von unten öffnen kann.



Den RV hab ich wieder mit dem Zierband verblendet, das schaut einfach schöner aus (auch wenn es mir beim Kragen hier oben diesmal nicht so gut gelungen ist).



So, und nun gehts zum MMM und zu AWS.

Ach ja, unter der Jacke trage ich eine Else.

Da rennt mal wieder jemand im Bild rum...


Mittwoch, 9. März 2016

eine florale Bluse - Ella von SO Pattern

Was ich an den Schnitten von Stefanie Kroth von SO Pattern! mag, ist dass ihre Schnitt so gut für "faule" Näher geeignet sind, die dennoch mal Webware verarbeiten möchten, z.B. Hosen ohne Reisverschlüsse und  oder Blusen ohne aufwändige Knopfleisten.

Und von letzterem gibt es wieder eine neue Variante. Die Bluse Ella. (Bis zum 11.3. ist sie zum Kennenlernpreis von 2 Euro erhältlich). Sie hat einen U-Boot Ausschnitt mit leichtem Stehkragen, Brustabnähern ab Gr. M, 7/8 Ärmellänge, an der Seite zwei Einsätze mit denen man Akzente setzen kann und im Rücken eine Naht um ggf eine leichte Hohlkreuzanpassung machen zu können.

Hier ist nun meine:


In der ersten Anprobe hab ich mich mit dem U-Boot Ausschnitt nicht so recht begeistert können (einige haben dann auch mit Schrägband gearbeitet); aber wie es immer wieder so ist, wenn man etwas öfters sieht, dann gefällt es einem auf einmal richtig gut.


Meine Bluse ist der Orginalschnitt, ich habe keine Anpassungen vorgenommen. Meistens muss ich im Rücken was wegnehmen, das hab ich diesmal bleiben lassen. Nachdem das ganze lockerer fällt passt es für mich so.


Der Stoff ist ein dünner Baumwollbaptist aus Japan, den ich in Singapur gekauft habe (diese Vorräte nähern sich leider langsam dem Ende entgegen). Und solche Stoffe mag meine Nähmaschine leider gar nicht. Ich habe schon extra den Obertransporter hingebaut aber problemlos nähen ist was anderes. Aber nur deswegen auf solche Stoffe zu verzichten hab ich auch keine Lust. Also muss ich mich halt hin und wieder ärgern.



Ich finde, die Rückenansicht ist mir von der Stoffeinteilung gut gelungen. Um die Mittelnaht zu sehen muss man schon genau hinschauen.



Weitere Beispiele von Ellas findet ihr hier. Da  sind auch einige dabei, die die seitlichen Einsätze in einer anderen Farbe gestaltet haben. Das gefällt mir auch sehr gut, dass werd ich wohl in einer nächsten Variante ausprobieren.

Mein Fotograph ist in den allermeistenfällen mein 8 jähriger Sohn. Und da kommen dann immer wieder so Anweisungen: Mama mach mal Blödsinn.
Dabei kommt dann so was raus:



Die Ärmel hab ich quer zum Fadenlauf legen müssen, da mir sonst der Stoff nicht gereicht hätte.


Ich freu mich auf jeden Fall, dass ich wieder eine neue Bluse im Schrank habe - jetzt fehlt nur noch das passsende Wetter.

Die Bluse darf zum AWS. und zu RUMS.