Mittwoch, 28. Oktober 2015

MMM im Midsommarwickelwenderock

Da ich heute viel später als geplant aus der Arbeit gekommen bin (denn eigentlich wollte ich die schöne Herbstabendsonne noch für ein Foto nutzen) gibt es nur ein kurzes Spiegelselfie.

Mein Midsommarrock mit der hellen Aussenseite aus afrikanischem Waxprint (die Innenseite ist ja auch Waxprint nur in schwarz rot. Die sieht man hier).


Tja, und im Zuge der schnellen Fotos habe ich gemerkt, dass ich den Spiegel mal wieder putzen sollte. Die ganzen weissen Punkte im Bild sind nämlich nicht Dreck auf der Kamera sondern Flecken auf dem Spiegel.


Damit schaue ich nun beim MMM vorbei, der heute von Fr. Craftln im Wickelkleid angeführt wird.

Montag, 26. Oktober 2015

eine John für den Mann

Mein Mann hatte letztes Jahr zu Weihnachten einen Gutschein für was genähtes bekommen.
Er war sich lange nicht schlüssig, was er haben wollte und nun hat er sich endlich entschieden:
Unterhosen im Retropantsstil.

Von der John von Schnittreif und mo.ni.kate hatte ich schon einiges gutes gehört gehabt und habe dieses Schnitttmuster gekauft. Vorsichtshalber gleich mal in der Vater Sohn Ausführung, falls der Nachwuchs dann ebenfalls Ansprüche anmeldet.


Das hier ist jetzt erst mal die Probehose um zu schaun, wie denn das Schnittmuster passt. Da hab ich mal meine Restekiste durchwühlt und alle Stückchen rausgesucht, die ich für die Unterhosen noch verwenden kann.

Beim ersten probieren hat sich dann rausgestellt, dass in Gr. M ihm die Hose hinten viel zu tief unten sitzt.
Das habe ich dann durch einnähen einer Passe korrigiert:


Beide Stoffe sind Putzlappen von Trigema - relativ undehnbar, deswegen bin ich gespannt, wie lange sie überleben werden. Denn bei dieser Art von Putzlappen hab ich öfters das Problem dass der Stoff dann an der Nahtstelle reisst, auch wenn ich ganz frische Jerseynadeln verwendet habe.



In der Höhe ist sie nun so wie gewünscht. Das Schnittmuster habe ich nun in dem Bereich entsprechend angepasst.

Und nach dem ersten Tag tragen wurde ihr auch bescheinigt, dass sie sich angenehm anfühlt.


Die Beinabschlüsse hab ich einfach umgenäht:


Jetzt muss ich nur noch schwarzen Gummi bestellen (denn mit dem weissen ist schaut es nur suboptimal aus) und dann werden mindestens noch zwei mehr produziert.

Für Söhne und Kerle.
Und HOT.

Mittwoch, 21. Oktober 2015

eine Jeans - oder doch eine Treggins ?

Inzwischen gibt es ja so viele Bezeichnungen für Hosen aller Art: Jeans, Treggings, Leggings, Jeggings, Hose :-).

Der Unterschied ist für mich hauptsächlich, ob ich einen Verschluss einnähe oder es bleiben lasse. Das hängt aber auch oft vom Stoff ab.

Wie vor einigerzeit es bei Makerist die Aktion mit den 2 Euro Schnittmustern gab hab ich mir unter anderem von Anni Nanni die Treggings gekauft.

Daraus ist nun diese Hose entstanden:



Aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen sind mir Hosen hinten oft zu niedrig, da der Po etwas grösser ist.  Ich mag es überhaupt nicht, wenn die Hose im Sitzen so weit runterrutscht. Deswegen hatte ich gleich mal bei der hinteren Passe ca. 5 cm max in der Mitte zugegeben. Tja, und dieses Schnittmuster passt mir in diesem Bereich so gut, dass ich es nach der ersten Anprobe gleich wieder abgeschnitten habe.


Nachdem ich die hinteren Abnäher noch um jeweils 2 cm verschmälert habe, sitzt sie obenrum einwandwandfrei. Und ich komme ohne Probleme wieder rein und raus auch wenn kein Reissverschluss eingenäht ist.

 
Was mich doch überrascht hat, war der Zeitbedarf für die ganzen Absteppungen, u.a. eine Fake RV. Ich wollte es jeanslike haben und dass zieht sich dann. Ansonsten hat es sich einfach nähen lassen - grosse Schwierigkeiten waren ja auch aufgrund des fehlenden Reisverschlusses nicht erwarten zu gewesen.


Änderungsbedarf gibt es aber trotzdem: hier sieht man den Katzenbart. Hier muss ich noch was tun.


Ausserdem möchte ich hinten das Hosenteil etwas höher ziehen und den Passenteil etwas kleiner machen. Der beginnt weit unten am Po.


Die Taschen möchte ich auch etwas grösser, dh innen länger. Den braunen Stoff den man bei den Taschen sieht ist die Rückseite des Jeansstoff. Es sieht man auf den Fotos nicht so richtig aber er ist schwarz mit braun durchchangierend. Ich hatte ihn mal als Restballen bei im Stoffgeschäft gekauft. Er ist ziemlich dehnbar.


Die Weite der Hosenbeine finde ich für die kältere Jahreszeit optimal. Da ich dann gerne höhere Stiefel anziehe bin ich immer froh, wenn ich die Hose reinstecken kann ohne dass es sich gross schoppt.


Den MMM führt heute Ella mit einem tollen Wickelkleid in einem Stoff an, der mir sehr gut gefällt.
Und beim AWS gibt es eine Neuerung.

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Eine Jerika aus Sympatex - oder auch nicht.

Eigentlich hatte ich mir schon die Lady Shiva von Mia Luna fertig zusammengeklebt und ausgeschnitten und war auch schon kurz davor loszulegen - da hatte Prülla ihren Jerika Schnitt herausgebracht gehabt.

Was mich an diesem am meisten angesprochen hat, war der eher körperbetonende Schnitt und v.a. dass sie hinten länger ist wie vorne. Das mag ich einfach gerne.

Deswegen wartet die Lady Shiva noch auf ihre Umsetzung und ich zeige euch heute meine Jerika.
  

 Die Herstellung hat sich ziemlich gezogen. Sie war mein Hauptprojekt bei der Sew2015!. Nachdem ich davor aber schon zwei Beinkleider und eine Toni genäht hatte, bin ich nicht fertiggeworden, bzw haben mir um 17:00 dann einfach schon die Augen weh getan. Sie war zusammengenäht, Reissverschluss und Säume haben gefehlt.



Tja, und dann kam ich heim, die Sew war im Mai, und dann lag sie und lag sie und lag sie. Mitte Juli hab ich mich dann endlich mal aufgerafft den Reissverschluss anzunähen. Da dieser relativ grosse Zähne hatte und ich es nicht mag, wenn es durchzieht, habe ich hinten einen Beleg rangenäht. Dummerweise hatte ich oben vergessen Nahtzugabe zu geben und da der Stoff extrem ausfranzt musste ich es oben noch einklappen (und ich es erst so richtig realisiert habe, wie es schon angenäht war...). Also ist es da etwas kürzer wie geplant geworden.


Der Stoff, dass war eh so eine Sache für sich. Er war gar nicht gut zum Vernähen. Was es ganz genau ist, weiss ich nicht; auf einem Flohmarkt ist er mir als Sympatex verkauft worden. Er langt sich aussen an wie fester Köper und hat innen eine glänzende Seite. Er ist auf jeden Fall nicht dehnbar und franzt sehr stark aus. Und meine Nähmaschine hat den gar nicht gemocht. Die oberen Nähte gehen so einigermassen, die unteren schauen nicht gut aus. Obertransporter oder Fadenspannung anpassen, hat alles nichts geholfen. Hat immer gleich schlecht ausgeschaut. Kann man so einigermassen auf dem oberen Foto erkennen.


Eigentlich hätte ich gedacht, dass Sympatex auch wasserdicht bedeutet - bis ich einmal aus dem Büro im strömenden Regen heimfahren musste. Und zu Hause war ich dann pitschepatsche nass. Also nix mit wasserdicht sondern höchstens leicht wasserabweisend.

Was ich mir ausserdem noch eingenäht habe, sind Armbündchen. Das find ich immer ganz angenehm, wenn es nicht reinzieht. Sie sind etwas zu kurz geworden, wenn ich den Daumen ins Loch stecke, spannt es etwas; ist aber noch im Rahmen.  Auf die Idee bin ich hier gekommen.



Was allerdings nicht so toll ist, dass ich keinen dickeren Pulli drunterziehen kann. Das Armloch / die Ärmel sind so schmal geschnitten, dass es in Kombination mit meinen kräftigen Oberarmen ziemlich eng wird.
Da muss ich mir den Schnitt anpassen.


Wenn mir jemand Tips / oder Links geben kann, wie man nur unten die Öffnung weiter macht und den Ärmel entsprechend anpasst, ohne im Brustbereich (noch) mehr Stoff zu bekommen, der kann sie mir gerne dalassen. Bis jetzt habe ich noch nicht das richtige gefunden.
Ich möchte sie mir nämlich noch mal aus dickerem Softshell nähen.

Ich hatte eher Bedenken, dass es mir im Hüftbereich etwas knapp werden könnte, da ich kurz über der Grenze für die nächste Grösse war, aber da passt es einwandfrei.




Ich bin auch sehr zufrieden mit der Rückenansicht, da ich ja mit dem Hohlkreuz doch öfter Probleme habe.



Die Kapuze passt mir von der Größe auch gut.


Und ich habe auch mit drangedacht, den Aufnäher mit einzunähen. Dass vergesse ich nämlich gerne.

Was mir auch sehr wichtig ist, v.a. bei enger geschnittenen Jacken, ist dass ich einen zwei Wege Reissverschluss verwende. Die Bewegungsfreiheit, die man dadurch gewinnt, finde ich u.a. beim Radfahren sehr nützlich.



Den Reissverschluss habe ich innen auf beiden Seiten mit einem Webband versäubert; das schaut einfach schöner aus. Da bin ich nach diesem Tutorial vorgegangen.


Diesmal ist es ein buntes Sammelsurium an Aufnahmen; die sind in einem Zeitraum von 2 Monaten entstanden, aber irgendwie hat es bis jetzt noch nicht gepasst, drüber zu schreiben. Da waren erst mal die reinen Sommersachen wichtiger :-).
 

Wo kann man denn da beim Fenster wohl hinschaun ?

 
Ah, da sieht man beim MMM und ASW lauter schöne selbst genähte Kleidungsstücke / Sachen.


Mittwoch, 7. Oktober 2015

eine bunte Lotta oder "ich darf mir keinen neuen Stoff kaufen"

Der Herbst ist nun voll da und der Winter kommt mit grossen Schritten immer näher.
Und je kälter es draussen wird um so wärmer müssen für mich die Jacken sein. Lieber laufe ich wie ein Michelinmännchen (oder weibchen) rum als dass ich friere.

Für den Herbst / die Übergangsjacke gibt es nun bei SO Pattern einen neuen Jackenschnitt. Die Lotta.

Da mein Stoffschrank bzw meine Stoffboxen sehr sehr gut gefüllt sind, habe ich mir fest vorgenommen, in nächster Zeit keinen neuen Stoff zu kaufen (auch wenn ich immer wieder soooo schöne sehe).

Für das Probenähen hatte ich eigentlich im Kopf, dass ich noch genügend Fleece von dem lilafarbenen zu Hause habe (das war mal eine Fleecedecke). Wie ich mich dann endlich ans Zuschneiden machte musste ich leider feststellen, dass das gar nicht der Fall war. Also mussten meine restlichen Fleecevorräte herhalten.
Die sind nun bis auf einen blauen Rest, den ich hier nicht verarbeitet habe, aufgebraucht.



Fleece trage ich in der kälteren Jahreszeit gerne, da mag ich es kuschelig.

Praktisch finde ich die grossen Taschen die durch die Teilungsnaht auch ganz einfach befestigt werden.


 Für Zuhause ist die Jacke nun optimal geworden, so richtig schön zum Reinkuscheln und durch den grossen Kragen ist der Hals auch gut gewärmt. Da sie aber doch eher bunt bzw Harlekinsmässig geraten ist, bin ich mir nicht sicher, ob sie auch mal draussen einen Auftritt erhalten wird.


Da der Schnitt ziemlich einfach gehalten ist, u.a. gibt es keinen Reissverschluss kommen damit auch Anfänger gut klar. Vorgesehen sind Knopflöcher und ein Bindegürtel - es wird aber auch eine Ausführung mit Reissverschluss geben, die dann aber komplizierter sein wird.

Ich mache sie einfach mit einem Gürtel zu.



So und nun schaue ich zum AWS, RUMS und Out now, was sich denn dort schönes verstecken wird.



Und hier kann man sich noch die anderen Ergebnisse vom Probenähen anschaun.