Mittwoch, 29. Juli 2015

Ich packe meinen Koffer



Heute ist das letzte Mal MMM vor der Sommerpause und es geht um die Urlaubsgardarobe. Bei mir ist es zwar kein Urlaub, aber einen Koffer brauch ich trotzdem.

Ich packe in meinen Koffer (bzw hab ihn schon gepackt und bereite mich bereits wieder auf die Heimreise vor) auf dem Weg in den fernen Osten, in das sauberste Land Asiens.



-       viele viele Kleider
-       eine Bluse und einen Rock
-       zwei T-shirts und eine Hose – mein einziges Kleidungsstück im Koffer, dass nicht selbstgenäht ist (abgesehen von der Unterwäsche).
-       Nachdem Kleider nicht viel Platz wegnehmen beibt noch vieeeel Platz für Schuhe. Da hab ich jetzt mal kein Foto gemacht, aber ich hatte 6 Paar dabei. Mein grosser Schwachpunkt. Da kann ich mich immer nicht entscheiden.
-       eine Strickjacke

Und das ist nun drin für die erste Arbeitswoche:


mein grünes Kreuzkleid von Schnabelina
ein „ich brauch unbedingt noch mehr Kleider“ unmittelbar vor dem Abflug fertig gewordenes Kreuzkleid mit Singapur Stoff
eine Toni vom Milchmonster
und noch ein weiteres „ich brauch unbedingt noch mehr Kleider“, eine Klara von Allerlieblichst mit Singapur Stoff

und für die zweite Arbeitswoche


wieder eine Toni vom Milchmonster
Bluse Mathilde von SO Pattern mit Singapur Stoff und ein McCalls Rock. Der versteckt sich allerdings unter der Bluse.
Erua von Tragmal mit Singapur Stoff
Eva von SO


Und fürs Wochenende gab es dann legere Kleidung
eine SuzieQ von SO Pattern
und ein Kleid aus einer Ottobre.

Und von der SuzieQ hab ich auch das einzig schöne Fotos; die Spiegelselfies sind aufgrund der schlechten Lichtqualität nichts geworden:
Auf einer Bank im Botanischen Garten von Singapur.


Von der Strickjacke hab ich vergessen ein Foto zu  machen, es ist die Dora von SO Pattern.
Die brauch ich hier wirklich jeden Tag. Beim Taxifahren und auch im Büro ist es so kalt dass ich ohne diese friere. Blöde Klimaanlagen.

Das ist schon ein schönes Gefühl, wenn man es schafft mit nahezu 100% selbstgemachten Anziehsachen fortzufahren (bei mir war es ja kein Urlaub sondern ist mit vieeeeeeeeeel Arbeit verbunden).

Und jetzt schau ich mal, was die anderen so in ihren Koffer packen.

Donnerstag, 23. Juli 2015

ein moderner Trachtenrock



Da eine gute Freundin von mir dieses Jahr ihren 40. Geburtstag gefeiert hat, habe ich ihr u.a. ein genähtes Kleidungsstück ganz nach Wunsch geschenkt.

Sie trägt sehr gerne Röcke und deswegen hat sie sich auch für einen solchen entschieden und ist dann auch gleich in meinem natürlich winizigkleinen :-) :-) :-) Stoffvorrat fündig geworden.

Sie hat sich einen Stoff ausgesucht, der zumindest vom Hersteller als Schürzenstoff für ein Dirndl vorgesehen war. Ich hab ihn aus dem Stoffverkauf desselbigen mitgenommen gehabt.

Und daraus ist nun dieser Rock geworden: Eine Vicky von SO Pattern. Auch ganz nach Wunsch. Ich hab mir den auch schon mal genäht (in einem ähnlichen Stoff).

Was ich an dem Schnitt gerne mag, ist dass man kein Schnittmuster braucht sondern Massangaben, was man wo umnähen muss, reichen. Ausserdem trägt es sich durch das Bündchen so bequem (und machte es einfach zum Nähen).




Hier sieht man ganz gut, dass das Bündchen nicht gleichmässig verteilt ist, dh vorne sitzt es straffer (40%)  und hinten (lockerer), damit es sich vorne nicht so bauscht. Und hinten stört es aufgrund der Anatonomie nicht so.



Tragephoto hab ich leider keins, da meine Freundin eine Nummer kleiner trägt wie ich und ich deswegen nicht reinpasse ohne in der Gefahr zu laufen, dass sich die Nähte im Hüftbereich dehnen.

Ich war heilfroh, dass ich nirgendwo was auftrennen musste. Der Stoff hat sich zwar trotz der Dünne und Rutschigkeit auch auf der Nähmaschine gut vernähen lassen, hat aber sofort Fäden gezogen, dh an jedem Einstich ist eine kleine Spur nach oben und unten zu sehen trotz neuer Nadel. Jedes Auftrennen wäre dauerhauft sichtbar gewesen.

Eine Detailaufnahme vom Stoff. Da er lila grün changierend und gleichzeitig sehr glänzend ist, hat er sich sehr schwer fotographieren lassen. Man hätte ihn auch andersrum verwenden können, dh Stoff Lila und Blumen grün.



Bei ihr (und ihrem Mann…) ist der Rock sehr gut angekommen und sie ist nun auch ganz stolz als Norddeutsche in Südbayern endlich ihr erstes bayerisches (nahezu) Trachtenteil zu besitzen.

Und jetzt darf er bei RUMs vorbeispazieren.

Ach ja, Nadel und Fadenexperimente, Hits-4-kids und ich planen im August einen Hemdblusenkleidsewalong. Nähere Infos dazu gibt es nächste Woche.

Mittwoch, 15. Juli 2015

Eva - zurück nach Afrika

Bei uns in der Stadt gibt es einen "Faire Welt" Laden, bei dem man auch Waxprints erhält. Es gibt einen Förderverein, der eine Schule in Ghana betreut und immer wenn jemand da runter fliegt, um nach der Geldverwendung zu schaun, wird u.a. auch Stoff mitzurückgebracht, der dann in dem Laden verkauft wird.

Und da fiel mir mal der Stoff, den ich hier vernäht habe, in die Hände.

Es heisst ja, die ersten Menschen kamen aus Afrika. Und bekanntlich waren deren Namen ja Adam und Eva.

Nun hat Stefanie von SO-Pattern ein neues Kleid für Webstoffe herausgebracht, dass den Namen Eva trägt.
Und da mein Stoff aus Afrika stammt und Eva ebenso, hat es sich natürlich geradezu angeboten, diesen Stoff für das Kleid zu verwenden.


Was erst mal eher ungewöhnlich für mich war, ist dass so ein Waxprintstoff relativ steif ist (und leider auch sehr schnell reissen kann, wie ich später feststellen musste).


Den "Sport" hat es noch mitgemacht, da aber die Fotos am heissesten Tag des Jahres entstanden sind hat es beim Ausziehen so an mir gepappt, dass mir die hintere Kellerfalte (bzw der Stoff aufgerissen) an der Naht eingerissen ist. Grrrr.  Hab ich erst mal mit Stoffkleber geklebt und dann vorsichtig mit der Hand wieder zusammengenäht.

Es ist diesmal ein etwas anspruchsvolleres Schnittmuster auf einer Skala von 1-3 würde ich es auf 2 einstufen. Dabei hat das Kleid nicht mal einen Reisverschluss sondern man schlupft rein und es wird dann durch die Taillenbänder auf Form gebracht.
 

Ich habe es in Gr. M genäht. Für die Hüfte hätte ich eigentlich laut Masstabelle L gebraucht, aber da es in dem Bereich schon ziemlich weit geschnitten ist, hab ich es gewagt. Und es sitzt in dem Bereich schön locker.

Der hintere Ausschnitt ist durch seine V-Form ungewöhnlich (bin gespannt, wie es mir an kühleren Tage geht wenn ich dann das Kleid anziehe, denn normalerweise mag ich es dort gerne warm).


Das vordere Oberteil ist gefüttert : die Futterlage hat einen engeren Schnitt wie das Oberteil, dadurch sitzt es von sich aus gut. Die obere Lage ist weiter und wird durch Raffung auf Form gebracht und über Kreuz genäht, so dass sich ein leichter Wickeleffekt ergibt.


Zur Zeit bin ich am überlegen, ob ich mir hinten noch etwas abnähe, da es sich hinten leicht raufschiebt. Das kann aber auch am festern Stoff liegen. Muss mal schaun, ob ich mich aufraffen kann, es erst mal mit Heften auszuprobieren. 

Und da es unten so schön weit geschnitten ist, kann man sich auch ganz hervorragend damit drehen.


  Das Kleid Eva bekommt ihr hier.

 AWS, OUTNOW, 
RUMS 

Mittwoch, 8. Juli 2015

Schnabelinas Kreuzkleid - das zweite

Letzte Woche hab ich ja geschrieben, dass im Rahmen des Probenähens für Schnabelina noch ein weiteres Kleid entstanden ist.
Das zeig ich hier her.

Der Brustpunkt ist noch mal ein Stück tiefer und es gab eine Hohlkreuzanpassung.
Ausserdem hab ich den Bereich wie im SM beschrieben um 3 cm zwischen Hüfte und Taille gekürzt, um es an meine kleinere Körpergrösse anzupassen.

Dadurch sass es gleich viel besser.

Diesmal hab ich es mit normalen Ärmeln genäht.



Aber es schon immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich es sich mit verschiedenen Stoffen verhält.
Hier hab ich den gleichen Trigema-Piquee verwendet, den ich es schon beim Kimono-Tee hergenommen habe.
Und im Vergleich zum Romanit vom ersten Kleid ist der viel viel viel weniger dehnbar. Und vom Gewicht ist er auch viel leichter.
Das trägt sich gleich ganz anders (und man muss noch besser ans Baucheinziehen denken....).


Da der Stoff dann doch relativ steif ist, war doch noch eine kleine Hohlkreuzanpassung notwendig - diesmal aber nur noch 2 cm und nicht wie beim ersten 8.


Ich habe es wieder als zweite Teilungsnaht gemacht, das gefällt mir gut so.



Durch die Längenanpassung im Schnittmuster ist es auch gleich ein ganzes Stück kürzer geworden. So mag ich es die meiste Zeit am liebsten.


Es wird auf jeden Fall noch weitere Kreuzkleider geben (aber jetzt muss ich erst mal die Mittelaltertunika für unseren Grossen nähen, denn am Wochenende steigt bei uns das riesengrosse Burgfest und er ist aus seiner alten rausgewachsen).  

Vielen Dank nochmals an Schnabelina, die dieses tolle Schnittmuster wie immer als Freebook herausgebracht hat.

 Das Kleid darf nun seine Aufwartung beim Afterworksewing, Outnow und RUMS machen.




Mittwoch, 1. Juli 2015

Schnabelinas Kreuzkleid - das erste



Vor einiger Zeit hatte Schnabelina zum Probenähen für ihr Kreuzkleid aufgerufen. In der ersten Runde kamen einige Änderungen auf, so dass es eine zweite gab. Und weil manche keine Zeit mehr hatten, bin u.a. ich mit reingerutscht.

Eine Änderung war dass es nun auch eine Schnittmustervariante für die tiefe Brust gibt. Und die hab ich auch gebraucht (tief heisst nicht unbedingt gross / hängend wie ich da feststellen durfte), ich hätte sogar noch etwas tiefer vertagen können.




Den Stoff, den ich hier verwendet habe, ist ein nicht ganz fester Romanitjersey, der aus Singapore stammt.

Die Ärmel hab ich in der Puffärmelvariante genäht.
 
 

Ausserdem bin ich leider mit einem stärkeren Hohlkreuz (oder grösserem Hinterbau….) gesegnet, so dass sich das Kleid bei mir im Rücken ziemlich gestaucht hatte. Dabei hatte ich schon beim Schnittmuster eine 3 cm Hohlkreuzanpassung vorgenommen gehabt.
Das hat bei weiten nicht gereicht, so dass ich mir ca. 8 cm drunter eine Abnäher fast über die ganze Breite eingesetzt habe. Damit dieser als „so gehört es“ durchgeht, hab ich die obere Rückennaht und den Abnäher über die gesamte Breite abgesteppt.

Hier mal von nahe:


Jetzt wirft es zwar immer noch eine kleine Falte, stört mich aber nicht mehr.




Allerdings sollte man dran denken, wenn man hinten 8 cm rausnimmt, dann wird der Rock hinten irgendwann auch kürzer….. So richtig gespannt hab ich es erst, als ich es das erste Mal „normal“ getragen habe. Erst dann ist es mir auch auf den Fotos aufgefallen.
Nachdem ich den Saum aber mit einem Wabenstich gesäumt habe, hält sich mein Auftrennwille sehr sehr zurück. Vielleicht mache ich es mal, wenn ich gaaaaanz viel Zeit und Musse für sowas habe.
 

Das Kleid ist zwar relativ weit ausgeschnitten aber bücken geht trotzdem problemlose. Grössere Einblicke werden nicht gewährt.



Durch die zweite Nährunde kamen dann noch mal Änderungen zusammen.
Schnabelina hat aus der Rückennaht 1,5 cm entfernt, die tiefe Brust noch tiefer gesetzt und in der Anleitung vermerkt, wie man das Kleid kürzen sollte, wenn man kleiner als 1,65 ist, va hinsichtlich der „Beulen“ im Rücken.
Da hab ich mir auch eins genäht, dass zeig ich euch aber ein Andermal.

Und den Download für das Kleid findet ihr hier.

Das Kleid darf nun beim Afterworksewing auflaufen und bei RUMS vorbeischauen.