Mittwoch, 25. März 2015

gerafftes Kleid von Rosa P

Beim MMM bin ich immer wieder mal über Rosa P oder Kleider von ihr gestolpert und mir das Buch bei Amazon auch schon mal angeschaut.

Wie ich das letzte Mal vor Ort im Stoffgeschäft war, hatten sie dieses Buch da.
Nach kurzem Durchblättern hab ich es mir mitgenommen, denn mir war dieses Kleid sofort ins Auge gesprungen:




Ich hatte nämlich eine Stoff zu Hause, den ich mir dafür sehr gut vorstellen konnte. Einen ganz weich fliessenden Bambusjersey, ebenfalls eine Singapurausbeute.

Und das habe ich mir nun auch ziemlich schnell nach dem Buchkauf genäht.

Das einzige, was mir am Buch bisher negativ aufgefallen ist: Es ist keine einzige Abbildung drin, wie das Kleid (oder auch die anderen Sachen) von hinten ausschaut. Das würde ich mir schon erwarten.
Dass der Rücken im oberen und unteren Teil Abnäher hat, das ist mir erst beim Muster abpausen abgefallen.

Hier ist es nun:









Ein so weicher Stoff hat auf jeden Fall einen grossen Nachteil: Es zeichnet sich alles direkt ab. Da trage ich dann besser Shapeware drunter .... Schliesslich denkt man nicht dauernd dran, dass man den Bauch einziehen muss :-).



Von der Weite her passt es mir gut, allerdings bin ich wohl viel kleiner wie die zugrunde gelegte Länge. Ich kann mich auch nicht erinnern, ob ich eine Körperlänge, für die das Schnittmuster ausgelegt ist, gelesen habe.
Wenn man sich das Foto oben anschaut, dann endet das Kleid weit 20 cm über dem Knie. In ungeraffter Länge war es bei mir ca. 8 cm unterhalb des Knies.  Nun ist es in etwa auf Kniehöhe.




Ich habe es nun viel stärker gerafft wie vorgesehen.
Die Raffung hätte mich fast zum Aufhören gebracht.
Erster Versuch: mit Framilon von innen aufgenäht, da ich es so stark dehnen musste, dass es so dünn war, dass ich es nicht getroffen hätte. => hat sich nicht genug zusammen gezogen und von aussen hat es voll misstig ausgeschaut, da der Unterfaden ein kleines Kuddelmuddel gebildet hat
zweiter versucht: gereiht, zusammengezogen und Fäden verknotet => beim ersten anziehen und hinsetzen ist hinten der Faden gerissen
dritter versucht: gereiht, zusammengezogen, verknotet und dann nochmal mit zickzack drüber gesteppt => hat auch nicht gehalten
vierter versuch (nachdem ich beim Auftrennen des 3 versuches ein kleines Loch in den stoff geschnitten habe) => wieder reihen, zusammenziehen und diesmal auf das geraffte von aussen ein dickeres Gummiband, ungespannt aufgenäht. Durch die Raffung ist das Loch gottseidank verdeckt.
Das ist der Stand wie ihr es jetzt seht.



Ich hab es heute zum ersten Mal "normal" an (ausser für die fotos....). Ein aktuelles Foto, heute früh im Hotelzimmer aufgenommen bevor ich in die Arbeit gefahren bin. Der Stoff bekommt seine Heimat gezeigt :-).
Den einen Abnäher vorne habe ich inzwischen besser ausgebügelt, aber den einen muss ich nochmal nachnähen und besser auslaufen lassen, da er weiterhin eine kleine Beule bildet.



Der Stoff ist auf jeden Fall super angenehm auf der Haut.


Ich kann mir vorstellen, dass ich es nochmal mit einem anderen Stoff und untem geraden Abschluss nähen werde. Denn obenherum passt es gut Das Schnittmuster wird aber vorher kräftig gekürzt. Evtl. nehme ich hinten bei den Abnähern noch etwas mehr weg. Und ich denke, vorne setze ich sie um einen dreiviertel cm weiter nach innen


Nach einigen Stundn tragens (da ich aktuell 7 h vor Deutschland bin): Hinten ist die Länge etwas doof. Beim tragen fühlt es sich irgendwie komisch in den Kniekehlen an, da es "reinschlackert". Ok, vielleicht trägt da auch die Aussage einer Kollegin bei "with this length in the back and the hanging there you legs look a little bit fat.....
Rückblickend hätte ich es kürzen sollen, bevor ich es gerafft habe (auch wenn ich zum Probierzeitpunkt zu faul war, weil ich es schon gesäumt hatte). Aber hinterher ist man immer schlauer ....

Ich glaub, als nächstes näh ich doch mal wieder eine Toni. Die sitzt ohne Änderungen super bei mir.

Und jetzt schau ich mal beim MMM vorbei. Der wird heute von Gastbloggerin Anne im blauen Kleid angeführt.

Mittwoch, 18. März 2015

Twist- it; meine zweite Bluse

Das Schnittmuster Twist-it von Schneidermeistern hatte ich mir gleich beim Erscheinungstermin gekauft gehabt, aber wie es oft so ist, dann liegt es erst mal in der Ecke bzw auf der Festplatte.

In Singapur hab ich mir letztes Jahr viele Stoffe gekauft, u.a. auch einen aus dem typische Singapurianische Gewänder gemacht werden.
Und nun muss ich wieder dort hin. Deswegen hab ich nun die Gelegenheit beim Schopf gepackt und diesen Stoff vernäht.
Da es Webware ist und ich einen leichten Schnitt wollte (da die Zeit knapp war) hab ich mich nun für die Twist-it Bluse entschieden. Der besteht ja nur aus einem Schnitteil.

Eigentlich mag ich Bluse gerne, aber auch meine erste die Bohemian Rhapsody von Ottobre war wie die Twist-it keine typische, nämlich ohne Kragen. Das ist halt einfach einfacher :-).

Und zwar in der Variante Mittenaht hinten und den typischen Ausschnitt vorne. Ich mag es am Hals lieber wenn es nicht so nah dran sitzt  und diese Gefahr hab ich bei der Drehvariante gesehen.

Hier ist sie nun:



Dazu trage ich meinen Rock von letzter Woche; dessen Farbe findet sich auch im Muster des Stoffes wieder.


Monika gibt ja in der Anleitung an, wie man die Bluse auch mit einem nur 1,10 m breit liegenden Stoff nähen kann, da musste ich darauf zurückgreifen.
Aufgrund des Stoffrapports am Rand gibt sich hier nun ein netter Effekt im Rücken.


Und das es man auf dem Foto nicht so gut erkennen kann, hier noch mal im Detail:


Beim Zuschneiden ist mir leider nicht aufgefallen, dass der Stoff in dem Bereich nicht ganz exact übereinander liegt, so dass es zu einem kleinen Versatz gekommen ist. Aber vielleicht fällt es auch nur mir auf, weil ich es weiss....

Der Schnitt trägt sich angenehm und ist wirklich ganz einfach zu nähen. Das schwierigste war das Auflegen den Stoff, wenn er nicht die Breite von 1,40 hat.
Meiner ist mit 1,10 Breite gegen den Fadenlauf zugeschnitten.

Ich werde sie sicher noch mal nähen, evtl. probiere ich dann eine Nr. kleiner aus, damit sie etwas körpernäher ist. Diese hier ist eine Gr. 40.

 
Der MMM wird heute von Katharina von Sewing Addicted angeführt, die ein tolles knalliges Mantelkleid trägt.

Es schaut ähnlich aus wie ein Shirt, ist aber dadurch, dass er aus Webware ist mal eine schöne Abwechslung (und gut für den Abbau der Webwarevorräte ....).

Mittwoch, 11. März 2015

ein neuer (Probe-) Rock



Ich habe im Keller immer noch einen wunderschönen grau rot karierten irischen Tweed liegen, der aus der gleichen Weberei wie mein Mantel kommt.

Den habe ich für einen Rock vorgesehen, wusste aber lange nicht, in welche Richtung er gehen soll.

Bis ich dann letztes Jahr im Oktober bei wollixundstoffix den Faltenrock gesehen habe. Ab da wusste ich, welcher Schnitt es werden soll. Besonders das Titelbild von diesem hat mich angsprochen.

Es ist der McCalls 7022.

 Dann hat es erstmal eine Zeit gedauert, bis ich ihn überhaupt zu Hause hatte. Und dann bis ich ihn abgepaust habe (abpausen mag ich eh schon nicht und von so hauchdünnem Papier schon zweimal nicht).
Da ich von McCall noch nie was genäht habe und deswegen auch nicht weiss, wie die Größen bei mir ausfallen, habe ich mich entschieden, erst mal einen Proberock zu nähen.
Diesen aber in der Version ohne Falten, da mein dafür vorgesehener Stoff nicht so lange war. Nachdem er mit Falten eh im kritischen Hüftbereich weiter wird, gehe ich davon aus, dass das dann genauso passen wird.
Das einzige wirkliche Unterschied ist, dass ich einen sehr festen Romanitjersey verwendet habe, dh ich vergleiche dehnbares mit undehnbaren. Aber ich war einfach zu faul, einen Reissverschluss einzunähen und es sollte ein Rock werden, der nicht nur Probe sondern auch so tragbar ist.

Hier ist er nun:


Ich habe mich für die Variante C entschieden; den Tweedstoff werde ich in Variante A bzw B verarbeiten.

Ich bin zwar nicht gross, aber dass der Rock so kurz werden würde, hätte ich nicht gedacht. Im Schnittmuster sind rundherum 1,5 cm Saumzugabe vorhanden, und am Saum 3 cm.

 
Und wenn ich mich daran gehalten hätte, dann würd ich vermutlich damit nicht mehr auf die Strasse gehen.
Deswegen habe ich mich entschieden, oben nur ganz knapp eine Gummilitze als Abschluss dranszusetzen; so hab ich max.1 cm bei der Länge verloren.



So schaut er komplett aus.



Die Abschlüsse bzw die Bundnaht habe ich mit einem Zierstich abgesteppt.



Diesen Rock habe ich mir in Gr. 10 genäht. Der passt mit dem Jersey perfekt. Auch oben am Bund steht er nirgends ab.

Für den Tweedrock werde ich etwas mehr Nahtzugabe geben (der Sprung zu Gr. 12 ist mir zu gross und dann passt der Bund auch nicht mehr richtig) um die fehlende Dehnbarkeit abzufangen. Und durch die Falten ist er in der Hüfte weiter.


 Ausserdem werde ich in der Länge zwischen A und B gehen; so dass es bei mir etwa 5 cm über dem Knie enden wird. Das ist meine Lieblingslänge. Bei diesem sind es eher 10 cm.

 

 Und der Rock darf nun beim MMM mitmachen, den heute Nahtzugabe mit einer neuen Jacke anführt.

Donnerstag, 5. März 2015

mein komplett selbst gefilzter Trachenhut



Letztes Jahr habe ich mir  ein Dirndl genäht. Näheres dazu hier.

Vor kurzem war ich in einem Hutgeschäft, in dem es auch viele Trachtenhüte gab, die zwar sehr schön sind aber leider auch alle ihren Preis haben.
Ich wusste zu diesem Zeitpunkt aber schon, dass ich im März an einem Filzkurs mitmachen würde, bei dem man u.a. auch einen Hut filzen könnte.

Das habe ich dann auch gemacht.
Filzen ist wirklich anstrengend, besonders dann wenn der Tisch eine nicht gerade Rückenfreundliche Höhe hat.
Aber im Sitzen bekomme ich nicht genügend Kraft auf den Tisch.
Und es kann sich ziehen ….. Da versteht man dann, warum auf Märkten selbstgefilzte Taschen, Hausschuhe etc so viel kosten. Es steckt einfach ein größerer bis grosser Zeitaufwand dahinter.

Das ganze wurde als Hohlkörper gefilzt; so hat der Hut nach einer ersten Runde einwässern, seifen und durchreiben ausgeschaut:




Hat noch nicht viel Ähnlichkeit mit dem späteren Objekt. Leider hab ich dann nur noch einen weiteren Zwischenschritt als schlechtes Schnappschuss- Foto

Das erste Mal probetragen:




Anschliessend kam der Hut auf einen Ball, wo v.a. der Übergang zur Krempe ausgeformt wurde und diese auch zurechtgeschnitten wurde.  Ebenso die Wölbung an der Kopfoberseite.

Man muss es aber dann doch noch ziemlich kneten / reiben so dass die ganz ordentliche Form verloren geht. Aber so hat es wenigstens was individuelles.

Ich habe mir auch zwei verschiedene Schmuckbänder für den Hut angefertigt:

In Dunkelgrün; passend zum Oberteil des Dirndels und so neutral, dass er für die anderen auch geht.




und ein rosa / lila / braunes, dass die Farben der Schürze auffängt.




Aber jetzt muss ich ihn natürlich noch auf mir und mit dem passenden Dirndl herzeigen:




Tragen werde ich ihn hauptsächlich mit dem grünen Band, weil das einfach neutraler ist (und mir auch etwas besser gefällt).




Rückblickend würde ich sagen, dass er doch etwas grösser bzw tiefer sein könnte aber ich werde ihn trotzdem mit Stolz ausführen.


Und nun kommt er zu RUMS, da er für mich ist. Bin schon gespannt, was es wieder zu bewundern gibt.