Donnerstag, 20. November 2014

Der Stoff in seiner Heimatstadt

Bei meiner letzten Dienstreise nach Singapur hab ich mir ja einigen Stoff gekauft.

Unter anderem dem, mit dem ich mir ein Probemodell genäht habe, weil ich ihn mir dann doch nicht so recht vorstellen konnte.

Aber weil es mir gut passt, hab ich mir gedacht, dann kann ich dem Stoff wieder seine Heimatstadt zeigen :-).

Nachdem es hier bis auf draussen auch immer eher kühl bis kalt ist, macht es auch nichts, dass der Stoff ein reines Polytierchen ist, da man nicht so schnell schwitzt.

Heute abend hab ich mir einen Musicalbesuch gegönnt - als Belohnung für die Strapazen der Arbeit.



Es ist das Wickelkleid Erua von Tragmal.

Aber jetzt blend ich euch erst einmal :-)



Und nun rumst es einmal kräftig: -)

Dienstag, 11. November 2014

Else - der zweite Streich

Ich habe schon länger einen dickeren Jerseystrickstoff zu Hause, für den ich mir ein zumindest dem Etuikleid ähnliches vorstelle.
Da dieser aber recht teuer war, wollte ich mir erst mal ein sozusagen Probekleid schneidern.

Meine erste Else trage ich sehr gerne und bei dem Schnittmuster ist auch eine engere Rockvariante mitdabei.
Und ich brauchte ja auch noch unbedingt ein weiteres Kleid für meine aktuelle Dienstreise; diesmal aber in einer Variante, die bei uns auch ausserhalb des Sommers gut tragbar ist.

Da lag es doch nahe, dass ich hier die Etuikleidelsevariante ausprobiere.



An den Ärmeln habe ich Trigema Piquée verwendet - allerdings mit der linken Seite nach aussen, da mir das typische Piquéemuster sonst zu stark gewesen wäre.
Hier mal eine Detailaufnahme:

Leider war ich bei diesem Stoff etwas geizig beim Einkaufen - ich hatte nur 1 m. Und meine liebste Länge ist kurz über dem Knie endend.


Durch das Waschen rollt es sich fast immer an den Schnittkanten ein - da ich diese Länge nicht verlieren wollte, hab ich dann einfach entschieden, dies als unteren Saum zu lassen. Denn unten mit einem weissen Bandabschluss verlängern wollte ich auch nicht, v.a. weil der für die Ärmerl verwendete Trigemapiquée nur mässig dehnbar ist (aber doch deutlich mehr als bei meiner Wickelzipfeljacke), der Hauptkleidstoff aber ziemlich.
Das schaut von der Nähe so aus:


Ich habe ein stärkeres Hohlkreuz - bei diesem Schnitt hat es sich durch die engere Schnittführung dann im Rücken ziemlich gestaucht. (deutlich mehr wie bei der Ubootelse, da diese unten weiter ist).
Deswegen hab ich nun noch zwei Abnäher dort angebracht. Ich finde, dass diese kaum auffallen:



Und nun noch eine Seitenansicht:
 

Als Ausschnitt habe ich hier den Kapuzenauschnitt verwendet, da ich für die jetztige Jahreszeit einen engeren (wie den Uboot) haben wollte. Da hab ich allerdings recht schell gemerkt, dass mir das am Hals zu eng ist und hab dann um ca. 3 cm leicht abgerundet nach unten ausgeschnitten. Das passt jetzt gerade noch so - noch etwas enger und es fühlt sich für mich am Hals unangenehm an.


Den Schnitt in dieser Ausführung habe ich für meinen Stoff als tauglich befunden - und werde ihn mir hoffentlich auch bald vornehmen (wenn ich dann mal meinen Mantel fertig gemacht habe (siehe Sewalong ...)). Nur die Abnäher mache ich dann evtl. noch etwas größer.


Da aktuell gerade eine Elselinkparty läuft, darf sich mein Post dort natürlich auch einreihen.

Und ansonsten marschiert er zum MMM um sich zu den vielen anderen schönen selbstgenähten Kleidungsstücken zu gesellen.

Sonntag, 9. November 2014

Herbstjacken Sew Along - der Endspurt

Beim Herbst Jacken Sew Along, wo die Linksammlung diesmal bei Dreikah zu finden ist, steht heute folgendes auf dem Programm:

9.11. Endspurt: Was habe ich bis hierhin geschafft? Was fehlt noch? Brauche ich eure Hilfe oder einen Motivationsspritze?

Erstmal vielen Dank für eure Kommentare zu den Verschlussmöglichkeiten. Entschieden hab ich mich immer noch nicht, aber immerhin schon auf zwei Varianten eingeengt (also zumindest mal vorläufig, denn siehe später):
Entweder die Dufflecoatverschlüsse oder ich lass mir grosse Knöpfe (so 35 mm) mit dem Futterstoff überziehen und die Knopflöcher dann auch gleich bei der Schneiderin machen.

Wie ist jetzt mein Stand:
Der Mantel ist fertig bis auf, na was wohl :-) ? Verschliessen kann ich ihn noch nicht.

Am meisten Kopfzerbrechen hat mir das Annähen des Kragens gemacht, da ich mir nicht sicher war, wie ob ich komplett bis aussen nähen muss oder die Nahtzugabe stehen lassen muss. Hatte mal zuerst ersters gemacht, nur um festzustellen, so nicht :-).
Ich hab zwar bei meinem Post von der Dirndljacke nachgeschaut, aber das hat nicht so viel gebracht, da der Kragen nicht vorne geschlossen ist.

Hilfreich war auch der Post, den ich jetzt gerade nicht finde, der auf ein älteres Sew Along verwiesen hat; da hab ich vor allem das Zusammennähen der Ärmel genutzt. Mit dem komplett verstürzen, das hat wieder gut geklappt. Da allerdings mein Stoff zusammen ziemlich dick ist, hab ich erstmal unten eine Wendeöffnung gelassen.
Die hab ich dann durch die Ärmelöffnung verschlossen (und diese dann schmal abgesteppt).

So, und jetzt wollt ihr sicherlich Fotos sehen.  Aber dummerweise hab ich keine. Ich hab den Mantel letzte Woche noch schnell fertiggeschafft und dann vor Stress vergessen Fotos zu machen. Und jetzt bin ich ca. 10.000 km Luftlinie weiter südöstlich und da ist es definitiv so heiss, dass man keinen Mantel braucht.

Allerdings, wenn man hier so in die Geschäfte schaut, da könnte man schon anderes denken:


Wenn der Wechselkurs besser wäre, könnte man richtig gut Winterklamotten einkaufen, einschliesslich Stiefel. Den grossen Ketten ist es anscheinend egal, dass sich die Geschäfte am Äquator befinden und es wenn dann hauptsächlich Touris kaufen.

Hab ja oben geschrieben, vorläufig eingeengt. Denn heute war ich mal in Chinatown unterwegs, um mir Stoffläden anzuschaun. Leider (oder gottseidank für meinen Geldbeutel) waren sie schon im Zumachen, so dass ich nicht so viel gesehen habe.
Aber ein Geschäft hat schon mal vielversprechend ausgeschaut, die hatten ganz viel von diesen hier:


 Vielleicht läuft mir da noch einer über den Weg, wo ich sage: Ja der ist es (und teureren waren so um die 1 € pro Stück).

Da will ich nächstes Wochenende nochmal vorbeischaun, aber dann am Vormittag, damit sie sicher alle offen haben. Da will mir auch eine einheimische Kollegin zeigen, wo sie immer ihren Stoff günstig einkauft.

Hier noch ein paar Fotos von meiner heutigen Unternehmung:




Ich möchte nicht wissen, wie kalt es dann sein wird, denn gefroren hab ich da auch schon genügend:


Hier kann man sonst Schlittschuhlaufen, das wird auch schon für Weihnachten hergerichtet:


Und wenn ich dann in zwei Wochen wieder zu Hause bin, dann weiss ich hoffentlich wirklich, wie ich meinen Mantel verschliessen werde.
Vielleicht finde ich ja in einem Post einer anderen Sew Along Teilnehmerin noch eine gute Inspiration.


Mittwoch, 5. November 2014

Eine Wickelzipfelprobejacke für mich

Letzten MMM sind ja einige Zipfeljacken bzw Jacken ohne Reissverschluss gezeigt worden. Die haben mich gleich allesamt angelacht.

Besonders hat es mir dabei der Post von Neues von Sonnenfels angetan gehabt, die drei kostenlose Schnitte mit genähten Beispielen verglichen hat.
Dabei fand ich die Zipfeljacke am schönsten, die sie auch als Wickeljacke präsentiert hat.

Diesen Schnitt gibt es hier, bei schneidern und nähen.

Ein anderes der drei Schnittmuster kannte ich schon, die zwei waren mir neu.

Da kam es mir gerade recht, dass ich frisch eingetroffenen Stoff von einer Trigema Sammelbestellung hatte.
Und da sind einige dabei, die vermutlich Fehlfärbungen sind und nun einen Batiktouch haben.

Ausserdem bin ich seit dieser Woche wieder in heissen Gefilden unterwegs, wo ich im Taxi immer so friere.
Da hab ich mir gedacht, ich näh mir mal ein Probestück, und wenn es einigermassen passt und ausschaut, dann nehme ich es mit.
Denn ich hab mir ganz dünnen (undehnbaren) Jersey dafür ausgesucht, für den ich sonst eher weniger Verwendung habe. Ausserdem mag den meine Ovi oft gar nicht, da entstehen oft kleine Löcher. Hab mir also vorsichtshalber ganz frische Nadeln draufgetan, um das Problem zu minimieren.

 Auf jeden Fall war es mitnahmetauglich. Zum Einsatz kommt es eh nur beim Taxifahren, das Büro ist gottseidank angenehm temperiert.

Zu Hause hab ich es nicht mehr geschafft, Fotos zu machen, deswegen gibt es diesmal ein paar mehr oder weniger gute Selfies aus dem Hotelzimmer nach einem langen Arbeitstag.



Hier sieht man schön den hinteren Teil des Schalkragens.


Genäht habe ich mir das Schnittmuster in Gr. M. Und das ist offensichtlich nicht für etwas kräftigerere Oberarme ausgelegt. Da der Jersey so gut wie undehnbar ist, sitzt es nun sehr spack an den Oberarmen. Ich kann es also nur anziehen, wenn ich kurze, engere Ärmel drunter anhabt. Alles andere schoppt sich und macht eine Riesenbeule an den Schultern. An denen passt M aber gut.

Hier sieht man es ganz gut, wie eng es ist:



 Ein Handicap hatte ich noch beim Nähen: meine normale Nähmaschine war bei der Wartung, mir stand nur die Ovi zu Verfügung.
Also hab ich drauf geachtet, dass die offenen Nähte wie an der Seite und den Ärmeln ganz genau aufeinander treffen und hab dann alles umgesäumt gelassen. Da es ja ein ganz dünner Jersey ist, rollt es sich dort auch schnell ein.


Man kann das ganze auch als Wickeljacke tragen; ich komme rum, aber es ist schon ziemlich kurz zum Binden:


Besser gefällt mir diese Variante:


 Ich hatte die Jacke im Büro über meiner Tasche hängen, da hat mich dann eine Kollegin gefragt, ob es denn eine Halloweenjacke sei :-) (wegen der Blutflecken.....).

Drunter hatte ich die Klara von Allerlieblichst.

So schaut es dann als mein "nach dem Büro unterwegs in der Stadt" outfit aus:


Die Hipbag leistet mir da immer sehr gute Dienste, da ich keine Lust habe, eine Handtasche zu schleppen.

Und weil schon wieder Mittwoch ist, kommt es ab zum MMM. Da bin ich heute mal ganz früh dran, da bei mir schon Mittag vorbei ist.

Dienstag, 4. November 2014

Wieder ein Geburtstagsshirt

Diesemal ist mein Neffe 6 Jahre alt geworden.
Und da hat mein Grosser bestellt, dass sein Cousin auch ein Geburtstagstshirt bekommen muss.

Der Schnitt ist wie üblich mein derzeitiger Lieblingskinderschnitt, das Raglanshirt von Klimperklein.

Der Vorderstoff ist der Cool Tools von Farbenmix und der Rest Trigema Putzlappen.


Hier sieht man auch etwas  von der Hinterseite:


Genäht ist das ganze in 134.