Donnerstag, 31. Juli 2014

Schnabelinas Hip Bag Recycling



Ich habe mir ja schon eine Hipbag genäht, aber da die aussen rein aus Cord war, war sie mir für den Sommer zu heiss.
Insbesondere für das schwülwarme Singapurwetter in dem ich mich gerade aufhalte. Ausserdem hatte ich da das dickere Vlies und die steifere Vieseline verarbeitet. War mir einfach zu viel.

Dewswegen musste unbedingt noch eine leichtere Version her. Beim letzten Aufenthalt hatte ich eine kleine Handtasche dabei und das hat mich irgendwie nur genervt.
Da kam mir das Schnittmuster so gelegen.



Jetzt hab ich nur diese Tasche dabei und wenn ich etwas größeres Transportieren muss (z.B. Einkäufe :-) :-) :-) oder Trinken) meinen faltbaren Rucksack.



Der grosse Geldbeutel ist zu Hause geblieben, nur die notwendigsten Karten kamen mit. Wie gut dass es die Kartentasche gibt.



Und fürs Geld nur ein Minitascherl mit dabei.

 

Bei der Tasche hab ich Resteverwertung / Recycling betrieben. Die Rückseite und das Futter war einmal der Schlafanzug meines Mannes; die bunte aufgesetzte Tasche Reste eines Vorhanges und das graue Teile einer Jacke die ich einfach nicht mehr anziehe.



Paspeln hab ich diesmal weggelassen, denn es hat pressiert. Di abend ist es mir eingefallen, dass ich doch eine dünnere / leichtere haben will und am Freitag bin ich schon geflogen.
Als Vlies hab ich das dünnere verwendet und bei der Vliesline eine ganz weiche, dünne, keine Ahnung was für eine.

Und hier noch ein paar Eindrücke, damit ihr seht, wo die Tasche unterwegs war (ich bin beruflich für zwei Wochen hier unterwegs).

Im Zoo von Singapur. Der ist wirklich wunderschön (wenn man Zoos mag). Gerade den Orangutans kann man so gut zuschaun, die klettern über den Köpfen rum.



Hier auf der Brücke, die zu Gardens by the Bay führt. Im Hintergrund ist der Singapore Flyer zu sehen, ein 165m hohes Riesenrad.

Marina Bay in der Nacht mit dem berühmten Merlion.


Auf der Insel Pulau Ubin, der höchste Punkt.


Stoffe kann mal leider auch gut einkaufen. Hier mal ein Foto von einem Geschäft, wo es nur Seide gab.  Aber gottseidank machen die unter der Woche schon um 7 zu und da komm ich grad mal aus der Arbeit im Hotel an.






Und hier mit Sari Stoffen. 



Und diesmal hab ich fast nur selbstgenähte Sachen dabeigehabt; nur die Hosen und das Trekkinggewand ist gekauft.



Wie immer gibt es viele andere selbstgenähte Sachen beim RUMStag zu bestaunen.

Mittwoch, 16. Juli 2014

Dirndl Sew Along - Die Inspiration oder auch: was es alles zu tun gäbe ....



Letztes Jahr ist bei uns in der Nähe ein Trachtenmodenhersteller umgezogen und hat im Rahmen dessen einen Ausverkauf seines Stofflagers gemacht.

„Leider“ war ich zweimal dort und habe viel viel eingekauft. Die Stoffe sind für mindestens drei Dirndl und noch einiges mehr, was man aber auch gut für andere Sachen verarbeiten kann.  (Na ja, um ehrlich zu sein, bei den monatlichen normalen Stoffresteverkäufen hab ich seitdem auch noch weitere Male vorbeigeschaut.)

Alleine hab ich mich dann doch nicht drangetraut. Allerdings hab ich noch ein paar andere gekannt, denen es ähnlich ging und dann haben wir uns Unterstützung geholt.

Im Februar dieses Jahres habe ich mir dann an zwei Wochenenden ein Dirndl genäht, siehe hier . Danach hatte ich noch einen Gutschein für einen Nähkurs, in dem habe ich mir dann eine passende Jacke aus Leinen dazu geschneidert. Diese ist  hier zu sehen. Und das ist das verwendete Schnittmuster.



Und so schaut das Dirndl aus:



Allerdings muss ich es noch enger machen. Bei der Anprobe kam es mir eng genug vor – bis ich dann zu Hause meine alten Dirndl probiert habe. Die sitzen schon ganz anders.
Ich habe mich bisher allerdings nicht aufraffen können, die Knöpfe abzutrennen und neu anzunähen.

Das wird also mein erstes Projekt im Rahmen des Sew Alongs werden.  Das dumme an diesem ist vor allem, dass ich es eigentlich an den Seiten enger machen müsste, da mind 2-4 cm noch rausmüssen.
Die Seiten hab ich aber verstürzt genäht, damit es auch schön ausschaut. Und das dann alles aufzutrennen, darauf hab ich gar keine Lust.

Dann hab ich noch ein zweites vor, mein unvollendetes „Dirndl“. Das ist kein richtiges sondern nur Rock und getrenntes Oberteil, keine Schürze.

Beim Rock fehlt noch der Bund (und der Reissverschluss) und beim Oberteil die Knopflöcher und Knöpfe. Aber auch da bin ich mir nicht sicher, ob ich nochmal einen Teil auftrenne. Denn die Aussenhülle war an mir abgesteckt und dann angezeichnet, wo die Nahtlinie hinmuss. Und v.a. im Schulterbereich war einiges zum Wegschneiden. Dann hab ich oberdodel dummerweise auf der Linie geschnitten anstelle eine Nahtzugabe dazuzumachen. Und nun ist es an den Armlöchern relativ eng. Da sollte eigentlich noch was weg. Oder ich entscheide mich aus Gründen der Faulheit das ganze nur ohne Bluse anzuziehen.

Das Oberteil ist dieser Schnitt:  
 Ebenfalls die diesjährige Dirndlrevue.

Das dritte Projekt wäre eine Bluse für das erste Dirndl.

Da hätte ich mir den Schnitt auch schon rauskopiert. Es wäre auch aus der diesjährigen Dirndlrevue die Bluse mit dem glatten Ausschnitt. Und zwar diese hier: 


Und wenn ich dann wirklich so weit gekommen bin, dann gehe ich das vierte und letzte Projekt auch noch an, das wäre noch ein weiteres Dirndl. Diese Stoffe hab ich mir dafür ausgesucht.

Vom Schnitt her soll es wie das erste werden; einfache gerade Formen mag ich da am liebsten.

Der Rock ist ähnlich wie der vom zweiten Projekt, da muss nicht viel in Falten gelegt werden. Das türkise soll die Schürze werden und das schwarze das Oberteil. Ob ich es annähe  oder getrennt mache weiss ich noch nicht. Aber da hab ich ja noch viel viel Zeit.

Wer noch alles mitmacht beim Dirndl Sew Along und wie es ihnen so dabei geht findet ihr beim MMM

Donnerstag, 10. Juli 2014

eine neue Badetasche - Schnabelina Bag Big

Meine alte Badetasche war so langsam am Geist aufgeben. Deswegen musste eine neue her.

Das Sew Along von der Schnabelina Bag habe ich damals schon fleissig verfolgt, Zeit und Lust hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Schnittmuster hatte ich schon heruntergeladen, Stoff gekauft, das wars dann erst mal.

Und immer wieder die schönen immer zahlreicheren Beispiele von den Taschen angeschaut.

Aber nachdem die Badesaison nun schon vor einiger Zeit losgegangen ist und meine alte Badetasche immer kaputter wurde, musste ich endlich ran.

Die Stoffe, die ich mir usprünglich ausgesucht hatte, haben mir in der Kombination nicht mehr gefallen; nur einer davon ist geblieben.

Da wir ins Schwimmbad immer ziemlich viel mitschleppen, wollte ich wieder eine grosse Tasche haben. Und die Big ist wirklich gross. Da hat nun mehr Platz wie in meiner alten und ich habe die Erweiterung noch gar nicht in Betrieb genommen.

Aber endlich mal Bilder:

Die eine Seite:


und die andere Seite:

Das grüne sind Lederpatches.

Ein Detailphoto:


Damit mal mal sieht, wie gross sie ist, Fotos mit einem Kindertraktor:



So schaut das Innenleben aus: 


Wie schon viele geschrieben haben, es ist ein wirklich aufwändiges Projekt. Und bei der Big gleich noch mal mehr, weil einfach die Nähte viel länger sind, die zum Nähen sind.
Die Gurtbänder habe ich überall mit dreifach Stich abgesteppt, das hat sich ganz schön gezogen.
Der Zeitaufwand waren mind. 20 h.

Na ja, und ausserdem hatte ich es geschafft, den oberen Teil irgendwie falsch einzunähen. Aufgefallen ist es mir aber erst, wie ich mich gewundert habe, warum die innere Reissverschlusstasche ganz oben sitzt, obwohl die doch ein gutes Stück unterhalb war. Doof ist v.a. wenn einem das erst auffällt, wenn man meint, wirklich alles fertig zu haben, dh auch fertig abgesteppt. 
Also nochmal alles aufgetrennt, wieder zurückgedreht, den RV Teil auch rausgetrennt und nochmal gemacht. Was ich eigentlich falsch gemacht habe, das hab ich nicht rausgefunden, ich hab es einfach nicht nachvollziehen können.

Aber nun passt es gottseidank und ich bin sehr zufrieden mit meiner neuen riesigen Badetasche.

Der schwarze Stoff ist von Ikea, der graue Stoff war mal ein Vorhang, genauso wie das Innenleben.

Und da diese Badetasche für mich ist, ab damit zu RUMS.

Mittwoch, 9. Juli 2014

Mittelaltergewandung für historisches Fest

Dieses Wochende steigt bei uns in der Stadt das alljährliche grosse historische Burgfest.

Letztes Jahr habe ich ein schon lange vorgenommenes Projekt umgesetzt - Mittelaltergewandung für die ganze Familie.

Und nun gibt es endlich wieder die Gelegenheit sie auszuführen.

Für mich habe ich ein Höllenfensterkleid mit Cotte darunter genäht, mein Mann hat eine Bruche und eine kurze Cotte bekommen und die beiden Buben eine kurze Cotte. Kopfbedeckungen für uns vier. Für die drei Männer habe ich allerdings nicht so viel Aufwand hineinsgesteckt - meins hat mir da schon gereicht, da hatte ich keine Lust mehr auf weitere "Firlefanz". Immerhin hab ich die Bauchbänder in Fingerschlaufentechnik geflochten.

Die Kulisse für das Fest:


An sich findet es immer direkt in der Burg statt. Nur dieses Jahr wird es auf einer Wiese unterhalb sein, weil die Brücken in der Burg erneuert werden.

Vorbereitungen für die Fotos :-). Leider ist meine Camera am Geist aufgeben und macht immer öfters nur noch unscharfe Fotos.


Das Wetter war gestern leider nicht so gut - gerade noch vor dem grossen Regen sind die Fotos entstanden.






Und hier nun die scharfen Fotos (vom letzten Jahr).


Die Cotte habe ich mir so eng genäht, dass ich sie noch ohne Reisverschluss selber ausziehen kann. Verschnürung ist auch keine angebracht.

Eine Tasche habe ich mir ebenfalls genäht - wo sollen denn sonst die modernen Errungenschaften unsichtbar untergebracht werden :-).



Das Höllenfensterkleid habe ich mit zwei verschiedenen Bordüren / Stickmustern versehen. Die Bordüren sind händisch angenäht - die Stickmuster allerdings maschinell.




So, und nun noch eine Foto der ganzen Familie - der kleine hatte sich leider geweigert seine Cotte anzuziehen. Hoffentlich wird das dieses Jahr besser.

Das Schnittmuster für mein Kleid ist von http://www.neheleniapatterns.com/, das RH 140.
Die von den Männern hab ich selber erstellt.

Und noch viele andere schöne selbstgemachte Sachen gibt es wie immer beim MMM zu bestaunen, das letzte Mal vor der Sommerpause. Viele Mädels packen da ihre Koffer - da bin ich noch nicht soweit :-).

Samstag, 5. Juli 2014

Schnabelina Hip Bag - das Finale


So, das ist sie, meine fertige Schnablina Hib Bag. 

Ich bin zwar gestern nicht zum nähen gekommen - Kindergartenfest und Deutschlandspiel waren dann doch wichtiger :-), aber meine beiden kleinen waren heute vormittag ganz intensiv mit Malen beschäftigt, so dass ich nähen konnte.

Die gedrehte Paspel war wieder eine Quälerei, sie ist andauernd am Fuss hängen geblieben und ich musste mit der Hand nachhelfen. So eine werde ich nicht mehr freiwillig verarbeiten.

Hier mal im Detail zu sehen:



Da ich bei allen äusseren Lagen Cord verwendet habe, würde ich es bei so einer Kombination das nächste Mal nicht mehr mit Volumenvlies machen, das einfache reicht. Ich finde es so relativ dick.

Heute nachmittag hab ich sie auch schon ausgeführt. Nur die für mich richtige Trageposition habe ich noch nicht gefunden. An der Seite steht sie etwas weg und vorne stört sie mich beim Gehen. Geht zwar, könnte aber noch besser sein. Da werde ich wohl noch etwas experimentieren.

Beim Baumwollgurtband hab ich wohl keine so gute Qualität erwischt, es ist ziemlich lapperig und rutscht deswegen wohl auch leicht  beim Regulierer.

Auf jeden Fall geht mein dicker Geldbeutel rein und der Schlüssel hat auch noch leicht Platz.

Hier nun die Tasche von hinten und da sieht man unten auch schön, wie sie sich "ausbeult".


Beim Innenleben habe ich mich wie einige für die Variante Reissverschluss und Kartenfach entschieden. Ich möchte schaun, dass es dann gut geht ohne den dicken Geldbeutel unterwegs zu sein, wenn ich meine wichtigsten Karten gut aufgehoben weiss.


Die vordere Tasche ist mit dem gleichen Blümchenstoff gefüttert.

Es war ein tolles Sew Along; ich bin froh mitgemacht zu haben.

Es wird definitiv noch eine zweite geben, dann aus dünnerem "Sommerstoff". Denn diese Version ist dann mehr für den Winter, weil sie einfach so dick und warm ist.

Mittwoch, 2. Juli 2014

Schnabelina Hip Bag Tag 3

So, und nun wird heute die Tasche aufgenäht. Wenn ich vorher gewusst hätte, dass die Paspel sich so doof verarbeiten lässt, dann hätte ich mir einen andere gekauft. Aber die war halt grad da und passt farblich auch gut.
Allerdings ist sie so in sich gedreht und die zwirbelt sich sehr leicht auf. Besonders gerne dann wenn man sie annäht und der Füsschendruck eh schon eher hoch ist.

Die Tasche an sich war relativ schnell genäht, wenn man mal davon absieht, dass sich zweilagiger Cord nicht so toll raffen lässt, v.a. wenn eine Seite schon verstärkt ist.

Mit Abstand dass schlimmste war aber das Aufnähen der Tasche. Zusammen mit dem dicken Stoff gab es oben auf der nach innen geklappten Nahtzugabe und der umgeschlagenen Paspel eine Riesenwulst. Von der Seite betrachtet war die über einen halben CM hoch. Das war ein Gewurstel das noch unter die Nähmaschine zu bekommen. Ich war sehr froh, dass ich schon eine 100er Jeansnadel drin hatte.
Aber gottseidank, mein Maschinchen hat es geschafft. Hat zwar etwas gejammert, aber toughe Frauen stehen da drüber :-).

Und so schaut sie nun aus:



Ursprünglich wollte ich die Rückseite nicht gleich mit festnähen, damit man in der Tasche die Naht nicht sieht. Aber nachdem ich erst wieder drangedacht habe, wie ich mit dem zweiten Mal stecken fertig war, hatte ich auch keine Lust das mehr zu ändern. War schliesslich schon Gefriemel genug, das hinzubekommen.

Die Fotoqualität ist heute nicht so toll, da ich meine Speicherkarte in der Arbeit vergessen habe und nun das Tablet herhalten musste.

Tja, und jetzt hab ich es gerade erst auf dem Foto festgestellt: Nach dem Aufstecken war die Tasche noch mittig, aber im Nähen ist sie mir nach rechts gerutscht. Bin ja gespannt, wie stark das dann an der fertigen Tasche ausschauen wird.

MMM- Midsommar Wickelwenderock

Heute hab ich gleich zwei selbstgenähte Kleidungsstücke an:

Das Oberteil ist das Lemon Juice aus der Ottobre 02/13 und das Unterteil ein Wickelwenderock nach dem kostenlosen Freebie von Melli von Verplüscht und Zugenäht. Das findet ihr hier.

Das T-Shirt; nicht ganz so "ausgebuchtet" an der Seite wie im Schnittmuster.


Der Rock:


und zusammen




Der Rock ist zwar ziemlich aufwändig zum nähen, aber das ist es auf jeden Fall wert. Das war Ende 2012 mein erstes Kleidungsstück für mich nach langer Zeit.
Ist aber immer noch eine Art "UFO". Es gehört nämlich auch eine Tasche dazu. Das ist der Stoff seitdem ausgeschnitten; zwei Teile davon hab ich auch davon zusammengenäht, aber das wars. Zu der kann ich mich irgendwie nicht aufraffen.

Damit ihr auch seht, wie die Rückseite vom Wickelwenderock ausschaut, noch ein älteres Foto:


Der Stoff vom T-Shirt ist ein Trigema Putzlappen, die Stoffe vom Rock sind Stoffe aus Ghana, die ich bei uns bei einem Stand unserers lokalen Ghanahilfprojektes gekauft habe.

Und wie immer gibt es, da heute Mittwoch ist, noch viele schöne andere Kleidung beim MMM zu bestaunen, dem vorletzten vor der Sommerpause. Wiebke führt dabei ein wunderbar blumig schönes Sommerkleid  vor.