Donnerstag, 22. Dezember 2016

WKSA 2016 - das Finale, mein Simplicity 1102 Kleid



Geschafft.

War mir nicht so sicher, ob das wirklich der Fall sein wird, dass ich alle drei Kleidungsstücke bis Weihnachten fertig haben werde.

 
Aber es ist vollbracht. Dienstag abend hab ich die letzte Naht gesetzt.

Folgendes hab ich gemacht:

- Mein Röckli von Schnabelina – den wird ich an einen der Feiertage tragen.

 
- mein Kreuzkleid von Schnabelina (das ich noch nicht fotographiert habe und wohl auch Weihnachten nicht tragen werde)

- und mein Hauptkleid, was mir am wichtigsten war, ich aber trotzdem erst am Schluss angegangen habe: 
   Das Simplicity 1102 Kleid aus der Amazing Fit Serie

 
Letztendlich hab ich mich doch für das ganz klassische Schwarz entschieden.

In der Zeit, die ich dafür gebraucht habe, hätte ich die zwei anderen Sachen noch zweimal nähen können.

Ui, war das aufwändig. Hätte ich zuerst nicht so schlimm eingeschätzt. Alleine schon das Zuschneiden. 6 verschiedene Schnittteile für den Aussenstoff, 4 verschiedene fürs Futter und das gleiche nochmal für die Bügeleinlage (der Rockteil ist ohne Futter vorgesehen). Und die dehnbare Bügeleinlage ist sehr dünn, so richtig Mist zum Schneiden.


Ausserdem ist es das erste Jerseyteil seit langem langem das ich komplett mit der Nähmaschine genäht habe. Und der schmale Zickzackstich braucht schon deutlich länger.  Aber es mussten so viele Teile auseinander gebügelt werden oder die Nahtzugaben an vielen Stellen eingeschnitten werden, dass die Ovi nur an ganz wenigen Stellen zum Einsatz hätte kommen können.

 
Es ist schon aufwändig zu nähen. Im oberen Vorderteil sind aussen Falten eingearbeitet, im Futter innen dagegen Abnäher.
Man bzw Frau sollte laut Anweisung dazwischen auch immer wieder heften, damit die einzelnen Teile nicht verrutschen.

An einigen Stellen ist es auch ganz schön dick geworden. Beim Übergang Oberteil an Raffung sind es an den Aussennähten 12 Lagen übereinander. Da war ich dann doch froh, dass mein Stoff recht dünn war.


 Was für mich auch ungewohnt war, dass man den Ärmel zweimal annähen sollte, dh zwei Nähte nebeneinander setzen. Der Sinn hat sich mir nicht ganz erschlossen, ich hab es aber trotzdem gemacht. Zum Versäubern kann es ja nicht dienen, da ausdrücklich nur Jerseystoffe vorgesehen sind.

 
Das Oberteil entspricht komplett dem Schnittmuster. Der Rock nicht. Da ist mir nämlich der Stoff ausgegangen. Eigentlich würde das viel mehr gerafft sein. Am Ansatz habe ich ca. 10 cm (in Summe 40) rausgenommen, und unten in der Weite werden es wohl an die 80 cm sein.
Die Länge ist auch der vorhandenen Stoffmenge geschuldet.
Den muss ich an der Seitennaht noch mal etwas runder abnähen, da hab ich aktuell einen nicht so schönen Verlauf hinbekommen, so dass er da etwas kantig in einem Bereich wirkt. Aber das ist vermutlich mal wieder eher ein „nur ich sehs“ Problem….
 

Ich denke mal, wäre es weiter gerafft, würde es auch noch etwas schöner im Bauchbereich fallen.

Mein Stoff hat ja lauter kleine Löcher. Also eher durchsichtig. Da habe ich dann alles was mir von meinem Meter Einlage übrig geblieben ist, in den Rock reingebügelt. Dadurch kann man nur noch im unteren Bereich durchschauen und da stört es mich nicht.

 
Ok, an etwas hab ich mich doch nicht gehalten – ich hab den Reissverschluss weggelassen. Da konnt ich mich nicht dazu aufraffen. Viel enger dürfte das Kleid allerdings nicht sein – durch Aussenstoff, Einlage, Futter ist es doch relativ steif im oberen Bereich. Frau will ja beweglich bleiben, da ist das eine gute Übung beim An,- und Aussziehen.


 Was ich auch mag, ist die Ausschnitttiefe vorne. Man muss beim nach vorne gehen nicht so aufpassen, Einblicke werden nicht so schnell gewährt.


Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit meinem Weihnachtskleid 2016 – nur wie es im Rücken unterhalb der Raffung fällt, da gäbe es noch etwas Optimierungspotential. 


Vorne hab ich mir eine Falte reingebügelt,  das ist mir aber erst auf den Fotos aufgefallen, die ich vor Weihnachten noch entfernen. Und dann steht dem Feiern nichts mehr im Wege.


Wie man sieht – warm war mir beim Fotos machen nicht. Deswegen spitzt hinten auch das Unterhemd raus. Ganz ohne konnt ich mich doch nicht überwinden. Denn es hatte da grad mal -3°C.  Aber draussen werden die Fotos einfach schöner wie drin, so dass ich mir gestern in der Mittagspause schnell in Schale geschmissen und mir den Minifotographen geschnappt habe.


 Ich denke, die lange Version vom 1102 mit den langen "cold shoulder" Ärmeln – das wird was für nächstes Jahr werden. 


 Wie es den anderen Weihnachtskleidnäherinnen ergangen ist, das wird ich mir jetzt anschauen gehen.


Rums



Donnerstag, 15. Dezember 2016

Blusenshirt Olivia als Kleid

Blusen an sich trage ich gerne. Eine "richtige" Bluse hab ich mir allerdings noch nicht selbst genäht - zu den aufwändigeren Arbeiten kann ich mich einfach nicht aufraffen. Das liegt z.T. auch daran, dass ich hauptsächlich Abends nähe, und dann auch merke, dass meine Augen nicht mehr so wach sind. Und da finde ich Detailarbeiten einfach schwieriger (also lasse ich sie lieber gleich bleiben .....).

Blusenshirts sind dann für mich ein guter Kompromiss. Sind doch aus Webware aber meistens viel einfacher zum nähen.


Seit letzter Woche gibt es bei SO-Pattern wieder ein neues Schnittmuster, die Olivia. Es ist ein Blusenshirt im wie es so schön heisst, "oversize look" mit überschnittenen Schultern und enganliegenden Ärmeln.
Grad im Winter friert es mich schnell, da mag ich es u.a. gerne, wenn auch meine Hüften ganz bedeckt sind.



Deswegen hab ich das Shirt umgewandelt in ein Kleid. Genäht habe ich es mir in Gr. M. Die Länge ist die Originallänge, nur dass ich unten noch ein 15 cm breites Bündchen angenäht habe.

 
Am Stoffanschluss ist es nur etwas schmäler wie der Umfang, nach unten hin habe ich auf jeder Seite ca. 2 cm weggenommen.


Im Original wäre an einer Seite ein leichter Schlitz vorgesehen.

Der rote Stoff ist ein ganz leichter Batiststoff, (keine Ahnung mehr wo ich den herhabe, war nur noch ein Reststück, das gerade gereicht hat) und die Ärmel und die Bündchen sind aus einem sehr dehnbaren Trigemapiquée, bei dem ich die linke Seite nach aussen genommen habe.


 Dadurch dass der Hauptstoff so schön fällt, gibt es einen leichten Schoppereffekt.


Das Vorderteil ist zweigeteilt - so könnte man die Bluse auch leicht in eine Jacke umwandeln, eine Variante mit Reissverschluss wird es bald bei Kristina von Sunshine zu sehen geben.
Und der V-Ausschnitt näht sich viel leichter. Es kommt nämlich erst das Bündchen dran und danach wird die Vordernaht geschlossen.
Darum habe ich auch die Naht vom Bündchen vorne in der Mitte. Das Hinterteil der Bluse ist auch etwas überschnitten nach vorne - ich musste mein Bündchen aber zweigeteilt machen und beim Dranstecken ist mir das dann erst so bewusst geworden. Denn die Seitennähte hätten nicht aufeinander getroffen und das wollte ich nicht.


Der Ärmelabschluss war für mich neu. Die Enden sind etwas unterschliedlich lang, man klappt dann eine Seite über die andere drüber und so ist es schon eingeschlagen und man braucht es gar nicht säumen. Geht aber nur, weil es ein (dünner) dehnbarer Jersey ist, der sich ja gerne an den Rändern einrollt.

 


Nun schau ich bei RUMS vorbei.




Sonntag, 4. Dezember 2016

WKSA Teil 3 - eins, fast zwei schon fertig

Heute steht der 3. Teil des Weihnachtskleidssewalongs auf dem Programm.

Es sagt folgendes:

Teil 3: Sonntag 4.12.2016
- Das Probemodell ist genäht und passt. Jetzt geht es weiter.
- Nichts passt. Der Schnitt nicht zu mir, der Stoff nicht zum Schnitt. Hilfe!!!
- Ach, alles nicht so schlimm. Weihnachten hat 3 Tage, ich nähe jetzt das 2. Kleid.

So in etwa trifft das dritte bei mir zu.

Denn mein erstes Kleidungsstück hab ich schon fertig. Und zwar das, was ich ganz spontan noch eingeschoben habe....



Es ist das "Röckli" von Schnabelina.


Da hab ich nun den gleichen Stoff verwendet wie für das geplante Kreuzkleid, weil ich noch so viel übrig hatte.



Dieser Satin ist schon sehr gstarrert, so dass der Rock nicht so schön fällt sondern mir etwas zu sehr absteht.



Ich habe ihn hinten ca. 7 cm länger wie vorne gemacht - das sieht man auf den Fotos nur teilweise. Da schaut er eher schief aus.... Ist mir wahrscheinlich der RV von der Position verrutscht.



Oben ist er mir auch zu weit, da muss ich mir noch einen Abnäher reinmachen (oder den Bund nochmal abtrennen....) Wenn ich etwas drüber habe, bemerkt man es aber nicht.


Mit dem passenden Oberteil gefällt er mir; das hatte ich bei den ersten Anproben mit dem, was ich halt oben rum grade so anhatte, nicht recht erwartet.


Unten hab ich nur mit einen ungerollten Rollsaum gemacht. Ich wollte es ursprünglich umnähen, das hat aber das ganze noch steifer gemacht.



Hier gab es vom kleinen Fotographen genaue Vorgaben, wie die nächsten Fotos gemacht werden müssen.






Mir war zwar kalt beim Foto machen, aber erstaunlicherweise ich hab nicht so gefroren wie befürchtet (es waren grad mal 0°Grad). Trotzdem war ich froh, danach wieder das machen zu können.


Was ist nun der Stand mit meinen zwei ursprünglich geplanten Teilen:

1) das Kreuzkleid ist so gut wie fertig; das muss ich noch mal bügeln und dann schaun, ob ich ohne weitere Änderungen auskomme. Die gelegten Falten an der Brust beulen mit dem steifen Stoff leider etwas.

 2) bei meinem Mccalls Schnitt hab ich mich zumindest beim Oberteil für einen Stoff entschieden; es wird der schwarze. Das hab ich bis auf die Viseline auch schon geschnitten.
Das werd ich nähen und mich dann entscheiden, ob ich den Rock im gleichen Stoff oder evtl. in einem anderen machen werde.

Und nun schau ich noch, wie weit die anderen Mitnäherinnen sind.


Yeah

Und weil ich bereits ein fertiges Kleidungsstück hab, schau ich auch noch beim MMM vorbei.

Mittwoch, 30. November 2016

"Strick" Jacke Dora von SO-Pattern



Die Jacke die ich heute zeige, stand schon lange (wieder) auf meiner To Do Liste. Den Stoff hatte ich auch schon seit über einem Jahr.


 Es ist die Jacke Dora von SO Pattern. Genäht in Gr. M.



 Hier hatte ich sie mir zum ersten Mal genäht.


Ich trage sie total gerne zu Kleidern im Winter, da bei mir einige nur ¾ Ärmel haben und ich dadurch zu schnell friere.


 Ein Grund ist wohl auch, dass sie einen Schalkragen hat und dadurch hinten im Hals schön warm anliegt. 


Der Stoff den ich nun für diese Jacke verwendet habe ist aus Singapur. Er ist so eine Art Ausbrenner Jersey, die dünnen Stellen sind wirklich sehr sehr dünn.
Eine erste Laufmasche hab ich mir schon beim ersten Tragen zugezogen ….


Ausserdem ist er im Stück zwar gut dehnbar, komischerweise im vernähten Kleidungsstück aber nicht mehr so recht.
 
U.a. auch weil er so dünn ist, hat er sich ganz schrecklich an den Schnittkanten eingerollt.

Das hat nun zur Folge, dass die Jacke etwas kleiner geworden ist wie geplant….
Ich hab es nicht auf die Reihe gebracht, ganz am Rand zu nähen, dauernd hat sich der Stoff nach innen gerollt, so dass ich statt 1 cm wohl überall um die 1,5 cm Nahtzugabe vernäht habe.
Und das macht sich in der Summe dann doch bemerkbar.

 
Denn eigentlich sollte / könnte man sie über Knöpfe unten an den Seiten schliessen.

Das geht bei mir jetzt nicht mehr. Wenn, dann würde es ausschaun wie Presswurst. Mag ich nicht.


Wenn ich sie vorne nun „geschlossen“ haben will, dann knote ich sie mir. Ansonsten halt ganz offen. Wie auf den meisten Fotos hier.

  
Die Ärmelabschlüsse hab ich gar nicht gesäumt, ebensowenig die Kanten vorne. Unten bin ich einmal mit der normalen Ovinaht drübergegangen, um es etwas schwerer zu machen. Rollsaum war mir mit dem dünnen Stoff an der Stelle zu riskant.

 
Den Rock den ich dazu trage, den hab ich hier schon einmal näher vorgestellt. Ist ein simpler A-Rock nach Körpermaßen.


Und hui, hab ich auf den Fotos gefroren. Es hat zwar die Sonne kurz vor Untergang noch wunderschön geschienen, aber kalt (0°) war es. Das alleine wäre ja nicht soooo schlimm, aber der Wind dazu hat es schrecklich unangenehm gemacht.
War ich froh, wieder Jacke, Handschuhe und Mütze anzuhaben.


 Meine Dora darf nun zum MMM und beim AWS vorbeischauen.