Schlawuuzis Universum

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Mittwoch, 27. Juli 2016

Aus Kimono wird Karlotta - ein Prinzessinenkleid


Bei dem Kleid, dass ich euch heute vorstelle hatte ich gleich drei Premieren:



-       das erste Mal ein Kleidungsstück von mir komplett recyclet

-       einen Nahtreissverschluss eingenäht

-       und Taschen in einem Kleid.



Von Stefanie von SO-Pattern gibt es nämlich ein neues Schnittmuster, die Karlotta.



Es ist ein im oberen Bereich körpernah geschnittenes Kleid, das nach unten schön weit ausläuft.



Folgendes sagt die Beschreibung:


KARLOTTA ist ein Prinzessinnenkleid für alle Anlässe. Es macht eine sehr hübsche Figur, durch die vielen Teilungsnähte, hat praktische Taschen und wird seitlich mit einem Nahtreißverschluss geschlossen. Der Rock ist leicht ausgestellt. Für die Ärmel sind drei Varianten vorgesehen: schmale Ärmel in lang und kurz, sowie kurze Ärmel im Kimono-style (leicht ausgestellt).

Das Schnittmuster eignet sich für fortgeschrittene Näherinnen: Man sollte einen nahtverdeckten Reißverschluss einnähen können.

Länge ab Schulter: 102 cm, ab der Taille 60 cm.

 

1999 war ich in Japan und habe mir damals einen Kimonomantel gekauft. Einige Jahre habe ich ihn gerne als Sommermorgenmantel getragen aber nun hing er seit einigen Jahren unbenutzt im Schrank. Davon trennen konnte ich mich auch nicht.



Nun aber war es endlich so weit; den kompletten Mantel habe ich in das Kleid Karlotta verwandelt. Es hat nun zusätzliche Nähte, die ursprünglichen vom Mantel. Den konnte ich nicht auftrennen, da es sonst nicht gereicht hätte. Also hab ich das Schnittmuster einfach über die Nähte drübergelegt. Diese fallen aber im Kleidungsstück nicht weiter auf.



Vor dem Nähen habe ich einige Anpassungen vorgenommen, da es hier wichtig ist, das z.B. der Brustpunkt richtig sitzt und auch die Taille. Hier gibt es gottseidank eine eingezeichnete Verlängerungs/Verkürzungslinie.

Der Brustpunkt hat bei mir genau gepasst, allerdings musste ich 4 cm im Oberteil rausnehmen, damit die Taille richtig sitzt.

Meine Lieblingslänge ist über dem Knie, da kamen auch gleich noch 8 cm weg.  

Meine genähte Größe ist M.



Die Ärmelvariante ist bei mir die mit den schmalen. Da ist es bei Webware am Anfang immer ungewohnt, da man nicht so viel Bewegungsfreiheit hat wie bei Jerseykleidern.



Soviel getrennt wie bei dem Kleid hab ich schon lange, lange nicht mehr. Teilweise weil ich falsch genäht hatte bzw weil der Stoff sehr dünn ist. Meine Nähmaschine hat leider einen sehr hohen Anpressdruck und dadurch wurde der Stoff der oben lag immer etwas länger. Zweimal war es so schlimm, dass ich es nochmal aufgetrennt habe und von der anderen Seite her nochmals genäht habe.

Und einmal davon hab ich leider eine gute Naht aufgetrennt…. Grrr. Und so richtig kurz ist das Kleid nicht, da sitzt man schon eine Zeit, wenn die Naht über die ganze Länge geht. Stark anreissen war nicht drin, da der Stoff empfindlich drauf reagiert hat.



Trotzdem hab ich es nicht geschafft, dass unten alle Teilstücke gleich waren, also musste ich rundrum an einigen Stellen noch etwas abschneiden um es anzugleichen, so dass es doch etwas knapp geraten ist.



Und zu guter Letzt hab ich erst beim Wegräumen des Schnittmusters gemerkt, dh wie das Kleid komplett fertig war, dass ich vergessen habe, die Vlieseline auf den Beleg vom Ausschnitt zu bügeln. Die fiel mir da nämlich entgegen. Er ist aber trotzdem stabil genug.



Zuerst wollte ich keinen Nahtreissverschluss verwenden, da ich keinen passenden Nähfuss habe und deswegen bisher immer einen grossen Bogen drum rum gemacht habe. Dann ist mir eingefallen, dass Schnabelina in ihrem Drehröckliebook mal eine ausführliche Anleitung drin hatte, wie man einen Nahtreissverschluss mit normalen RV Fuss einnäht.

Und dann hab ich mir einen Tritt gegeben und das endlich mal ausprobiert.

Und es war einfacher wie gedacht und bin zufrieden mit dem Ergebnis. Es geht vielleicht nicht so schnell wie mit dem eigenen Fuss aber doch schneller wie gedacht.




Das gute ist, dass der RV nicht direkt im Ärmel beginnt sondern ein Stück drunter, so dass er nicht am Arm kratzt.



Dadurch sitzen die Taschen relativ tief, damit der RV lang genug sein kann um ein bequemes An,- und Ausziehen zu ermöglichen. An sich sind Taschen praktisch. Allerdings nutz ich sie bei Kleidern / Röcken so gut wie nie, da es mir dann zu weit aufträgt. Und von klein kann man bei Handys auch nicht mehr reden…. die passen eh nicht rein.

Aber zumindest kann ich die Hände hin und wieder drin verstecken.



Und unter allen Kommentaren darf ich ein Schnittmuster Karlotta verlosen; wer bis Freitag abend, 29.07. 20:00 kommentiert, ist mit dabei. Wichtig: Der Gutschein muss dann bis zum 31.07. eingelöst werden, sonst verfällt er.



Vom 29.-31.08.16 wird es das ebook für 2 € geben, denn kurz drauf wird ein Sewalong zum Kleid gestartet.



Und jetzt geht es zu AWS, RUMS und upcycling.



Mittwoch, 20. Juli 2016

Ein neues Shirt - oder wie das Spiegelbild täuschen kann



Nachdem mir das erste T-Shirt vom Schnitt Valerie gut gepasst hatte und ich einen Mangel an einfarbigen T-shirts habe, entstand noch ein zweites. Diesmal in schwarz.

 
Der Stoff ist ein Bio-Jersey von Stoffe.de. Den hab ich das erste Mal ausprobiert. Er ist aus 100% Baumwolle und in der Beschreibung steht „dehnbar“ dabei.
Das ist halt relativ….Ist schon was anderes als mit Elasthan.


Der Stoff trägt sich angenehm und hat eine gute Stärke.

Allerdings sitzt es dann im Brustbereich nicht ganz so gut wie das erste.


 Und diese Kombination hier ist ein Beispiel, wie Spiegelbilder einen doch immer wieder irreführen.  Dort hat mir die Kombi gefallen und ich hatte sie auch den ganzen Tag an.
Tja, und beim Foto bearbeiten hab ich mir dann gedacht, dass schaut ganz schön brav aus. Und dass mir die Rocklänge an mir gar nicht gut gefällt. Endet eindeutig an der dicksten Stelle der Waden.
ð  => den Rock werd ich wohl aussortieren.

 
Unten hat es einen recht breiten Saum bekommen, der ist ca. 8 cm hoch.


 Und weil ich die Fotos nun nicht so toll fand, hab ich noch schnell zwei mit einem kurzen Rock gemacht. So find ich es vieeel besser.


 Das Shirt darf nun zum AWS und zum MMM, der von Fr. Craftln im Waxirock angeführt wird.



Mittwoch, 13. Juli 2016

Wieder eine Toni - und noch ein eigener Stoff


Bei Spoonflower hatte ich mir nicht nur meinen Orchideenstoff bestellt sondern noch an einem zweiten Design rumgebastelt.

Vor 11 Jahren bin ich mit dem Fahrrad rund um den Crater Lake in Oregon USA gefahren. Das ist ein See, der in einem ehemaligen Vulkancrater entstanden ist und auf fast 1900 m Höhe liegt.
An dem Tag sind wir noch vier anderen Radfahrern begegnet - da ist man schon fast ein Ausserirdischer. Denn typisch amerikanisch fahren die eigentlich alle mit dem Auto rundherum. Und das waren wirklich viele.
Wenigstens war die Strasse schön breit, so dass es nicht so schlimm war, wenn man dauernd überholt wurde.

Damals sind viele wunderschöne Fotos entstanden, u.a. auch dieses hier.


 Das Foto hab ich dann horizontal und vertikal gespiegelt um auf das Muster zu kommen.

So schaut der Stoff aus, der draus entstanden ist:
 Es ist auch wieder der Jersey Spandex Cotton. Sehr elastisch ist der in alle Richtungen.


Allerdings ist das Muster nicht ganz so einfach zu verarbeiten, deswegen hab ich mich für eine Toni entschieden. Da weiss ich, dass ich mit relativ wenig Stoff auskomme.

Was zweigeteiltes wollte ich hier auf keinen Fall haben. Deswegen die Toni. Die Klara von Allerlieblichst ist, da es sich hier um ein wirkliches zweiteiliges Schnittmuster handelt zu breit gewesen.


Das Rockteil ist nicht so weit ausladend wie im Originalschnitt, das hätte ich sonst auf der Breite nicht untergebracht. Ärmel sollten ja auch noch rausspringen.


Für eine züchtige Länge war es dann doch nicht ganz aussreichend, deswegen habe ich es unten noch mit einem breiten Saumabschluss versehen.


Und an einen V-Ausschnitt hab ich mich endlich mal wieder gewagt - nachdem mein allererster bei der Toni nicht ganz so toll geworden ist, hab ich seitdem einen grossen Bogen drum gemacht.


Der war zwar nicht ganz so schlimm wie in der Erinnerung, aber er kostet mich eindeutig mehr Zeit wie ein einfacher Rundhalsauschnitt.
Aber manchmal schaut der einfach besser aus.


Ganz auf gleiche Höhe habe ich das Muster hinten und vorne nicht bekommen, waren auch wieder Stoffmangelprobleme.


Nachdem der Crater Lake in der Höhe ja ein ziemlich kalter See ist, hab ich mir gedacht, ich könnte die Fotos doch auch in einem Wasser machen - in dem Fall ein Kneippbecken.


Tja, und da bin ich ein ziemliches Weichei:


1 m rein, und gleich wieder raus, ich habs einfach nicht drin ausgehalten. War soooooooo kalt.

Dann doch lieber in die Sonne.

Und jetzt schaue ich zum AWS und zum MMM, der heute von einem Quartett angeführt wird.


Mittwoch, 6. Juli 2016

Kreuzkleid reloaded



Letzte Woche habe ich ja meinen Upcyling Rock vorgestellt, der aus Rockteil meines Maxikreuzkleides entstanden ist.

Und heute zeig ich euch nun, wie das Maxikreuzkleid von Schnabelina jetzt ausschaut.

Von vorne gibt es keinen Unterschied. Da ist es wie ursprünglich.



 Aber hinten.


 
Hier hat es nun (endlich) eine einheitliche Farbe. Und das alles, weil ich zwei tolle Kollegen habe, die mir das möglich gemacht haben. Der eine, der mir den Stoff in Singapur besorgt hat, und der andere, der ihn dann mit nach Deutschland gebracht hat.


Dadurch wirkt es ganz anders, viel harmonischer.


So ziehe ich es gerne an.



Der Stoff trägt sich auch toll.


 Es ist Webware mit ganz hohem Elastananteil. Dadurch macht er ganz viel mit.



Das Kleid jetzt ist ca. 1 cm kürzer wie vorher, da ich die neuen Stücke etwas zu kurz gemacht hatte. Wie vorher mit Rollsaumabschluss.



Am aufwändigsten beim Auftrennen war die Abdeckung der Quernaht hinten. Da bin ich damals unten und oben jeweils zweimal mit Zickzack drüber. Urgs.


Die Ovinähte gehen ja relativ einfach, wenn man es schafft, die Längsnähte rausszuziehen.



Den Schnitt möchte ich mir auch als langes Ballkleid nähen. Einen schweren Strechsatin hab ich mir im Ausverkauf schon besorgt. Aber das hat noch Zeit bis zum Winter.



Zzt hab ich richtig „Pech“ beim Fotographieren. Zuerst ist es leicht bewölkt und die Sonne verdeckt und dann, wenn es soweit ist, dann knallt sie so richtig raus. Und soviele Schatten, die dann entstehen lassen sich ohne Photoshop nicht mehr wegmachen. Dadurch finde ich die Kanten teilweise etwas hart. 


Aber nachdem es immer so schwierig ist, die Zeit dafür zu finden, muss ich mit dem Wetter halt vorlieb nehmen (und ansonsten mag ich die Sonne ja gerne).



Was ich auch mag, ist dass ist die Weite vom Rock. Schön schwingend aber doch nicht soo viel Stoff.


Der MMM wird heute von Nina aka Kleidermanie ebenfalls im Kleid angeführt.


 Und den AWS gibt es natürlich auch noch.