Schlawuuzis Universum

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Mittwoch, 21. September 2016

Ein Geburtstagsshirt für einen 6 Jährigen jungen Mann



Vor kurzem hab ich festgestellt, dass ich einige (Kinder)sachen noch gar nicht gezeigt habe.
Jetzt muss ich endlich mal damit anfangen.

Mein junger Mann ist im Sommer 6 Jahre alt geworden.

Dafür hat er sich natürlich ein Geburtstagsshirt gewünscht.

Er wollte den gleichen Stoff wie zu seinem 5. haben und da war die andere Hälfte noch da.
Wunsch konnte also erfüllt werden.


Der Schnitt ist wiedermal das Raglanshirt von Klimperklein.

Ganz eindeutig mein Kinderlieblingsshirtschnitt.  In der Größe 116, allerdings um 4 cm verlängert.

Für die Fotos habe ich einen Ausflug nach München genutzt – Star Wars Ausstellung im Olympiapark. Ein Herzenswunsch der Kinder den ich ihnen in den Sommerferien noch erfüllt habe.

Die Fotos sind vorm Olympiasee und auf dem Aussichtshügel entstanden. Da hat man einen tollen Blick über München. 

Wäre es weniger diesig gewesen, dann hätte man die Berge noch besser gesehen.
War so auch schon toll.

Ein Problem hat der junge Mann allerdings bei den selbstgenähten Shirts – er zieht sie gerne verkehrt rum an, weil er nur aufs nicht vorhandene Markerl  schaut (weil Mutter zu faul ist, eins einzunähen)
und nicht, wo denn der Aufdruck bzw die Bündchenhalsnaht ist.

Und bekommt dann gerne einen Wutanfall, wenn frau sagt, dass er es doch umdrehen soll.
Dann läuft er halt mit der Sechs auf dem Rücken rum.

Das Geburtstagsshirt darf nun zum AWS, Made for Boys und Söhne und Kerle.


Yeah.

Montag, 19. September 2016

Jacken Sew Along Teil 3 - es wird.



Nachdem nun schon die dritte Woche von Elle Puls Jacken Sew Along ins Land gezogen ist, hab ich mich noch doch endlich aufgerafft und mir ein paar Stunden freigeschaufelt.

Und auch einiges geschafft.

 
Die Jacke ist zusammengenäht, es fehlt noch der Reissverschluss, der Saum, die Armbündchen und mein Daumenlocheinsatz.


Da ich sie als Regenjacke nutzen möchte und ich v.a. mit dem Fahrrad unterwegs bin, habe ich mir reflektierende Paspeln eingarbeitet. Leider sind die sehr steif und auch relativ dick, weil eine dickere Schnur durchgezogen ist. Das hat das Nähen nicht einfacher gemacht.

Bei meiner Jalie Jacke hatte ich auch schon mal welche verwendet:

 Die waren ohne Schnur dazwischen und deswegen viel einfacher zu verarbeiten.

Probleme hat mir das dann v.a. in dem Bereich gemacht, wo ich die Naht mit Paspel (und Reissverschluss) noch abgesteppt habe. Da hat die Maschine einfach Stiche ausgelassen und nun hab ich dort Riesenstiche. Öfters wie einmal auftrennen will ich bei Softshell nicht, sonst ist wegen zerstörtem Membran die Wasserdichtigkeit futsch. Beim ersten Mal nachnähen treff ich hoffentlich dann ins orginale erste Loch.


 Ist keine Paspel dazwischen geht es problemlos.


 Ich verwende ein Spezialgarn; mit Baumwolle ummantelte Polyesterzwirn. Es heisst, dass die Baumwolle bei Regen aufquillt und dadurch die Einstichstellen abdichtet.
Hier sieht man etwas von der Paspel, die hat so eine Art Gitter unten.


 Das hat mir vermutlich durch mehrere Lagen durch Probleme verursacht (v.a. an der Vordernaht). Da ist mir immer wieder der Faden gerissen bzw hat sich die Baumwolle abgeschabbert und es war nur noch der Polyesterfaden da. Und das ist zu dünn.
Hier sieht man es ganz gut.

 
Leider ist meine Zeit bis nächsten Sonntag recht knapp – zu viele andere Verpflichtungen. Trotzdem hoffe ich, dass ich es schaffen werde, sie bis dahin fertig zustellen.
Was sich definitiv ziehen wird, ist der Reissverschluss. Denn möchte ich wieder mit Windschutz und Zierband versehen. Und das dauert einfach.

Beim Daumenlochbündchen möchte ich auch eine andere Variante ausprobieren. Die von meiner ersten Jerika ist nicht so gut geworden.

Montag, 12. September 2016

Jacken Sew Along Teil 2 - so richtig vorwärts gehts noch nicht.



Das sind die Fragen dieser Woche beim Jacken Sew Along von Elke aka Elle Puls.
Welche Schnittänderungen hast du vorgenommen?
Wie sehen die ersten Nähte aus?
Gibt es Hürden? 
Bei mir trifft wohl eher Punkt drei zu, nur dass es keine Hürden sondern Hügel waren….

So richtig vorwärts gekommen bin ich nicht bei meiner Jacke. In Bayern sind ja noch Ferien, deswegen hab ich mir nochmal freigenommen und da war mit den Kindern u.a. lieber hier unterwegs


oder auch hier
 
 als mich um die Jacke zu kümmern. Das super Wetter gehört einfach ausgenutzt - schlechte Tage zum Nähen kommen bestimmt noch genügend.

Aber immerhin hat der Sew Along dafür gesorgt, dass ich was gemacht habe:

Nämlich, das was geht schon zusammengesteckt.

Es soll eine Jacke für regnerisches, ggf herbstlichers Wetter werden.

Deswegen ist es mir wichtig, dass man bzw frau auch gut gesehen wird.

Dafür nähe ich mir Leuchtpaspeln ein.
An der Kapuze, an der Rückenmittelnaht und dann die beiden vorderen Längsnähte.

Wo es geht, hab ich sie schon mal festgesteckt. Bei der Rückennaht möchte ich sie in einem Rutsch nähen, dh ich hab die Paspel zwischen den beiden Schichten gelegt.
Bei der Kapuze traue ich es mir aufgrund der Rundungen nicht zu.


Und hier sind die Tascheneingriffe schon mal an den entsprechenden Stellen.



Aber für diese Woche hab ich mir ganz fest vorgenommen, dass auch wirklich was genäht wird.
Das klappt bestimmt :-).



Sonntag, 4. September 2016

Jacken Sew Along - Teil 1 Jerika

Elke von Elle Puls organisiert im September einen Jacken Sew-Along.
Für die die nicht so recht wissen, was sie denn gerne für einen haben würden, hat sie in diesem Post 16 verschiedene Jacken zusammen gestellt.
Eine schöne wie die andere.

Allerdings habe ich das Problem nicht.

Für die Sew2016! hatte ich mir viele Schnittmuster vorbereitet und ausgeschnitten damit ich ja keinen Leerlauf habe. Und soviel hab ich natürlich nicht geschafft. Weiss gar nicht mehr wie viel.

Was ich noch weiss, ist das nun seit Mai im Keller eine zugeschnittene Jerika auf mich wartet. Aus knallrosa Softshell. Aber ich hab mich immer noch nicht aufraffen können, diese zusammen zu nähen. Irgendwie fehlt mir derzeit die Motivation zum nähen.
Meinem Mann hab ich noch im Juli ein Geburtstagsshirt genäht und seitdem steht die Maschine still.

Aber der Sew Along ist eine gute Gelegenheit nun es doch endlich anzugehen.

So schwierig ist es schliesslich nicht. Hab ja schon zwei Jerikas genäht.

Die erste war diese hier:



Wenn diese Jacke nicht ein grosses Manko hätte, dann würd ich mir auch keine weitere mehr nähen. Aber sie ist nicht wasserdicht. Wäre zwar ein Sympatexstoff, aber sobald es etwas stärker regnet bin ich nass. Also nix für den Herbst, wenn man nicht genau weiss, wie das Wetter wird.

Als zweite hab ich mir noch diese genäht:



Die Jacke für den Sew Along werde ich in der langen Länge nähen, allerdings wie bei meiner zweiten, das Armloch etwas vergrössern. Bei der ersten, die vom Stoff her leider auch völlig undehnbar ist, kann ich nichts dickeres drunter ziehen, denn dann kann ich mich nicht mehr richtig bewegen.
Die inneren Ärmelbündchen müssen auch unbedingt wieder mit rein. Weiss nur noch nicht, ob mit oder ohne Daumenloch. Das ist mir bei der ersten nicht so gut gelungen (und nutze ich auch so gut wie gar nicht).

So, die erste Hürde zum Schweinehund überwinden ist genommen, jetzt muss nur noch die Nähmaschine auch wirklich rausgeholt werden.

Mittwoch, 27. Juli 2016

Aus Kimono wird Karlotta - ein Prinzessinenkleid


Bei dem Kleid, dass ich euch heute vorstelle hatte ich gleich drei Premieren:



-       das erste Mal ein Kleidungsstück von mir komplett recyclet

-       einen Nahtreissverschluss eingenäht

-       und Taschen in einem Kleid.



Von Stefanie von SO-Pattern gibt es nämlich ein neues Schnittmuster, die Karlotta.



Es ist ein im oberen Bereich körpernah geschnittenes Kleid, das nach unten schön weit ausläuft.



Folgendes sagt die Beschreibung:


KARLOTTA ist ein Prinzessinnenkleid für alle Anlässe. Es macht eine sehr hübsche Figur, durch die vielen Teilungsnähte, hat praktische Taschen und wird seitlich mit einem Nahtreißverschluss geschlossen. Der Rock ist leicht ausgestellt. Für die Ärmel sind drei Varianten vorgesehen: schmale Ärmel in lang und kurz, sowie kurze Ärmel im Kimono-style (leicht ausgestellt).

Das Schnittmuster eignet sich für fortgeschrittene Näherinnen: Man sollte einen nahtverdeckten Reißverschluss einnähen können.

Länge ab Schulter: 102 cm, ab der Taille 60 cm.

 

1999 war ich in Japan und habe mir damals einen Kimonomantel gekauft. Einige Jahre habe ich ihn gerne als Sommermorgenmantel getragen aber nun hing er seit einigen Jahren unbenutzt im Schrank. Davon trennen konnte ich mich auch nicht.



Nun aber war es endlich so weit; den kompletten Mantel habe ich in das Kleid Karlotta verwandelt. Es hat nun zusätzliche Nähte, die ursprünglichen vom Mantel. Den konnte ich nicht auftrennen, da es sonst nicht gereicht hätte. Also hab ich das Schnittmuster einfach über die Nähte drübergelegt. Diese fallen aber im Kleidungsstück nicht weiter auf.



Vor dem Nähen habe ich einige Anpassungen vorgenommen, da es hier wichtig ist, das z.B. der Brustpunkt richtig sitzt und auch die Taille. Hier gibt es gottseidank eine eingezeichnete Verlängerungs/Verkürzungslinie.

Der Brustpunkt hat bei mir genau gepasst, allerdings musste ich 4 cm im Oberteil rausnehmen, damit die Taille richtig sitzt.

Meine Lieblingslänge ist über dem Knie, da kamen auch gleich noch 8 cm weg.  

Meine genähte Größe ist M.



Die Ärmelvariante ist bei mir die mit den schmalen. Da ist es bei Webware am Anfang immer ungewohnt, da man nicht so viel Bewegungsfreiheit hat wie bei Jerseykleidern.



Soviel getrennt wie bei dem Kleid hab ich schon lange, lange nicht mehr. Teilweise weil ich falsch genäht hatte bzw weil der Stoff sehr dünn ist. Meine Nähmaschine hat leider einen sehr hohen Anpressdruck und dadurch wurde der Stoff der oben lag immer etwas länger. Zweimal war es so schlimm, dass ich es nochmal aufgetrennt habe und von der anderen Seite her nochmals genäht habe.

Und einmal davon hab ich leider eine gute Naht aufgetrennt…. Grrr. Und so richtig kurz ist das Kleid nicht, da sitzt man schon eine Zeit, wenn die Naht über die ganze Länge geht. Stark anreissen war nicht drin, da der Stoff empfindlich drauf reagiert hat.



Trotzdem hab ich es nicht geschafft, dass unten alle Teilstücke gleich waren, also musste ich rundrum an einigen Stellen noch etwas abschneiden um es anzugleichen, so dass es doch etwas knapp geraten ist.



Und zu guter Letzt hab ich erst beim Wegräumen des Schnittmusters gemerkt, dh wie das Kleid komplett fertig war, dass ich vergessen habe, die Vlieseline auf den Beleg vom Ausschnitt zu bügeln. Die fiel mir da nämlich entgegen. Er ist aber trotzdem stabil genug.



Zuerst wollte ich keinen Nahtreissverschluss verwenden, da ich keinen passenden Nähfuss habe und deswegen bisher immer einen grossen Bogen drum rum gemacht habe. Dann ist mir eingefallen, dass Schnabelina in ihrem Drehröckliebook mal eine ausführliche Anleitung drin hatte, wie man einen Nahtreissverschluss mit normalen RV Fuss einnäht.

Und dann hab ich mir einen Tritt gegeben und das endlich mal ausprobiert.

Und es war einfacher wie gedacht und bin zufrieden mit dem Ergebnis. Es geht vielleicht nicht so schnell wie mit dem eigenen Fuss aber doch schneller wie gedacht.




Das gute ist, dass der RV nicht direkt im Ärmel beginnt sondern ein Stück drunter, so dass er nicht am Arm kratzt.



Dadurch sitzen die Taschen relativ tief, damit der RV lang genug sein kann um ein bequemes An,- und Ausziehen zu ermöglichen. An sich sind Taschen praktisch. Allerdings nutz ich sie bei Kleidern / Röcken so gut wie nie, da es mir dann zu weit aufträgt. Und von klein kann man bei Handys auch nicht mehr reden…. die passen eh nicht rein.

Aber zumindest kann ich die Hände hin und wieder drin verstecken.



Und unter allen Kommentaren darf ich ein Schnittmuster Karlotta verlosen; wer bis Freitag abend, 29.07. 20:00 kommentiert, ist mit dabei. Wichtig: Der Gutschein muss dann bis zum 31.07. eingelöst werden, sonst verfällt er.



Vom 29.-31.08.16 wird es das ebook für 2 € geben, denn kurz drauf wird ein Sewalong zum Kleid gestartet.



Und jetzt geht es zu AWS, RUMS und upcycling.